Weltförderung von Steinkohle


 
Vor dem Hintergrund der wachsenden Energienachfrage wird die Bedeutung der Kohle weiter zunehmen. Derzeit werden weltweit etwa 3,8 Milliarden Tonnen Steinkohle jährlich gefördert. Internationale Prognosen sagen voraus, dass sich die Jahresförderung in den nächsten zehn Jahren um 40 % steigern wird. Damit wird die Kohle nach dem Mineralöl den wichtigsten Beitrag zur Weltenergieversorgung leisten.

Steinkohlevorkommen sind zum Glück auf viele Teile der Erde verteilt. Doch anders als beim Erdöl, das heute schon zu 55 % gehandelt wird, wird der größte Teil der Kohle im jeweiligen Förderland selbst eingesetzt. Rund 60 % der weltweit geförderten Kohlemengen entfallen auf China und die USA. China hat kaum andere erschlossene Energiequellen, die so preisgünstig zu gewinnen sind, um den wachsenden Energiebedarf des eigenen Landes zu decken, sodass der Export unter 2 % liegt. Auch in den Vereinigten Staaten verbleibt mit 92 % der geförderten Steinkohle der Löwenanteil im eigenen Land.

Der Weltkohlehandel wird voraussichtlich etwa gleich stark steigen, wie die Förderung zunimmt, um den wachsenden Kohlebedarf vor allem in Ländern ohne eigene Kohlevorräte zu decken. Es bedarf erheblicher finanzieller Anstrengungen, um die langfristig erwartete Nachfrage nach Steinkohle sowohl produktions- als auch handelsseitig zu realisieren.

Rund die Hälfte der weltweiten Steinkohleförderung wird derzeit in Kraftwerken eingesetzt.
Kohle ist somit mit 37 % die Nummer 1 in der Weltstromerzeugung.