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Die Entstehung der Steinkohle vor 270 bis 350 Millionen
Jahren gab einem ganzen Erdzeitalter seinen Namen: dem Karbon,
lateinisch für Kohle. |
| Damals war das heutige Ruhrgebiet die sumpfige Uferzone eines
riesigen Meeres. Das Klima war subtropisch und die Pflanzen wuchsen
sehr rasch. Es entstand eine Waldsumpfmoor-Landschaft. Die
abgestorbenen Bäume fielen um, versanken im Schlamm und gerieten
unter Luftabschluss. So konnten sie nicht verfaulen, sondern sie vertorften,
ein Vorgang, den wir auch heute noch in unseren Mooren beobachten
können. |
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Manchmal hinterließen abgestorbene Pflanzen und Tiere Abdrücke
im Schlamm, die bis heute erhalten blieben und als Fossilien
gefunden werden. Aus diesem Grund wissen wir heute recht genau, wie
es in vergangenen Zeiten auf unserer Erde aussah. |
| In den vielen Jahrmillionen der Steinkohlezeit senkte sich das Land
langsam ab und wurde vollkommen von Meer überflutet. Jahrein,
jahraus wirkten Wasser, Wind, Hitze und Frost auf die Erdoberfläche
und das Gebirge ein, sodass aus festem Gestein Schotter und Sand wurden.
Bäche und Flüsse beförderten dieses Geröll bis
ins Meer, wo es über dem Torfmoor abgelagert wurde. Wenn
dieser Zustand einige 100 000 Jahre dauerte, konnten diese Schichten
manchmal sehr dick werden. |
| Irgendwann verlandete das Gebiet aber wieder. Es entstand wiederum
ein Waldsumpfmoor und anschließend daraus eine Torflage.
Dieser Vorgang wiederholte sich viele Male und es entstanden mehrere
übereinander liegende Schichten. Im Laufe langer Zeiten verfestigte
sich der abgelagerte Sand zu Sandstein, der Ton zu Schieferton.
Aus den Torfschichten entstand zunächst ein braunkohleartiges
Material. Unter dem Druck der überlagernden Gesteinsschichten
wurde das Wasser herausgepresst. |
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In größeren Tiefen herrschen aber auch höhere Gebirgstemperaturen,
in tausend Meter Tiefe sind es etwa 35 °C. So wurden die Pflanzenreste
chemisch umgewandelt und es entstanden die Steinkohleschichten, auch
Flöze genannt.
Die ursprünglich fast waagrechten Schichten wurden im Laufe vieler
Jahrmillionen zu einem Gebirge aufgefaltet. Die Kräfte im Erdinneren
waren dabei manchmal so stark, dass die Schichten sogar zerrissen
und gegeneinander verschoben wurden. Ein großer Teil der oberen
Gesteinsschichten verwitterte und wurde abgetragen. Dabei kamen die
Steinkohlenflöze teilweise an die Oberfläche. |
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Vor etwa 100 Millionen Jahren, in der Kreidezeit,
war das Land kein Gebirge mehr, sondern eine Ebene, die wieder vom
Meer überflutet wurde. Wieder wurde Sand abgelagert. Schließlich
verschwand das Meer wieder. Die heute über dem Steinkohlengebirge
lagernden Schichten nennt man Deckgebirge. |
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