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| Die Braunkohlevorkommen in Deutschland sind unvorstellbar
groß. Sie belaufen sich auf fast 80 Milliarden Tonnen.
Etwa die Hälfte davon gilt nach dem derzeitigen Stand der Tagebautechnik
und der Energiepreise als wirtschaftlich rentabel abbaubar. Damit
verfügt Deutschland über mehr als 10 % der wirtschaftlich
gewinnbaren Welt-Braunkohlereserven. Das entspricht dem Energiewert
aller bekannten Erdölvorkommen in der Nordsee. |
Rheinisches Revier
Im rheinischen Revier zwischen Köln, Aachen und Mönchengladbach
lagern auf einer Fläche von 2 500 Quadratkilometern rund 55
Milliarden Tonnen Braunkohle. Diese Region ist die größte
zusammenhängende Braunkohlenlagerstätte Europas und hat
mit knapp 60 % den größten Förderanteil in
Deutschland. |
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Rund 5 Milliarden Tonnen sind hier in den drei Tagebauen Hambach,
Inden und Garzweiler I aufgeschlossen. Gemeinsam haben
sie eine Kapazität von über 100 Millionen Tonnen pro Jahr.
Im Tagebau Garzweiler I reichen die Vorräte bis etwa 2005. Der
Anschluss durch Garzweiler II wird für weitere 40 Jahre
Braunkohle liefern. |
| Im Osten Deutschlands finden sich ebenfalls umfangreiche Braunkohlevorräte.
Die Lagerstätten in der Lausitz beinhalten einen geologischen
Vorrat von rund 13 Milliarden Tonnen. Etwa 2,5 Milliarden Tonnen
lagern in den erschlossenen und geplanten Tagebauen, die eine Kapazität
von etwa 50 Millionen Tonnen pro Jahr haben. |
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| In den Revieren der neuen Bundesländer haben sich nach der
Wiedervereinigung dramatische Veränderungen vollzogen. Aus wirtschaftlichen
und ökologischen Gründen musste eine Vielzahl von Tagebauen
und Veredlungsbetrieben geschlossen werden. Allerdings konnte die
wettbewerbsnotwendige Produktivität im Vergleich zu früher
deutlich gesteigert werden. |
| Eine große Bedeutung hat der Sanierungsbergbau zur Beseitigung
der Altlasten aus der DDR-Zeit gewonnen. |
| Im mitteldeutschen Revier um Halle und Leipzig lagern rund 10
Milliarden Tonnen Braunkohle. |
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Nach 1989 drohte diesen Lagerstätten das völlige Aus.
Die Akzeptanz in der Bevölkerung war wegen der vielen Tagebaue
mit städtischen Ballungsräumen und aufgrund der jahrzehntelangen
extremen Umweltbelastungen im Braunkohlenchemierevier der DDR äußerst
gering. Angesichts des schnellen Arbeitsplatzabbaus wurde man sich
aber bald der Bedeutung dieses wirtschaftlichen Standbeins bewusst. |
Hier können rund 0,7 Milliarden Tonnen aus bestehenden Tagebauen
mit einer Kapazität von rund 20 Millionen Tonnen im Jahr
gewonnen werden.
Helmstedter Revier
Bei Helmstedt in Niedersachsen werden rund 4 Millionen Tonnen
Braunkohle im Jahr gefördert. |
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