Aschen


 
In Kohlekraftwerken entstehen feste Verbrennungsrückstände, die als staubförmige oder grobe Asche anfallen. Ein moderner Steinkohle-Kraftwerksblock von 550 MW elektrischer Leistung benötigt pro Stunde etwa 160 t fein gemahlene Steinkohle, von denen etwa 24 t als Asche übrig bleiben.

Der größte Teil davon entweicht als staubförmige Flugasche mit den Rauchgasen aus dem Brennraum.

Die Flugasche wird im Elektrofilter zurückgehalten und besteht aus wasserfreien Schlackenmineralien, die sich während der Verbrennung durch chemische und physikalische Prozesse aus den Kohlemineralien bilden. Flugaschen bestehen überwiegend aus Silizium-, Aluminium-, Eisen- und Kalziumverbindungen.

Die Verbindungen sind bei einer großen Anzahl von Flugaschen in mehr oder weniger verglasten und damit amorphen Silikatpartikeln eingebunden. Derartige Aschen können als Zement- und Betonzuschlagstoff vor allem eine Verbesserung der Festigkeit und Verarbeitbarkeit des Betons bewirken.

Eine weitere Möglichkeit für die Verwertung von Flugasche ist die Verwendung als Rohstoff für die Zementerzeugung. Dabei wird die Flugasche größtenteils als Mergelersatz gemeinsam mit den übrigen Zementrohstoffen für die Zementerzeugung im Drehrohrofen eingesetzt.