REA-Gips


 
REA-Gips entsteht aus den Rauchgasentschwefelungsanlagen nach dem Kalkwaschverfahren. Bei Volllastbetrieb benötigt die REA eines 550-MW-Kraftwerks 4,7 t Kalksteinsuspension. Der Ausstoß an getrocknetem, pulverförmigem Gips liegt bei etwa 7 t pro Stunde. Wenn das Kraftwerk jährlich beispielsweise 4 500 Volllaststunden in Betrieb ist, werden rund 32 000 t Gips produziert. Dieser ist in der Regel ein sehr reiner und hochwertiger, dem Naturgips vergleichbarer Rohstoff.

Die Eigenschaften von REA-Gips entsprechen den Anforderungen der Gips verarbeitenden Industrie und ergeben vielfältige Verwertungsmöglichkeiten:

 

  • Baugipse
  • Gipsplatten
  • Zementherstellung
  • Estrichmörtel
  • Bergbaumörtel

Herstellung von REA-Gips

Im Wäscher wird das Rauchgas von Schwefeldioxid gereinigt. Über die Sprühebenen wird Kalkmilchsuspension in den Rauchgasstrom eingeblasen, dabei wird das Schwefeldioxid gebunden. Unter Zugabe von Oxidationsluft bildet sich im so genannten Wäschersumpf der Gips. Die Eindickung der Gipssuspension erfolgt durch Hydrozyklonabscheidung. Dabei wird die Gipssuspension in Wasser und Schlamm getrennt.

Danach wird der Gipsschlamm auf den Vakuumbandfiltern entwässert. Der nach dem Bandfilter anfallende feuchte REA-Gips weist noch nicht die spezifischen Eigenschaften eines in der Zement- bzw. Baugipsindustrie verwertbaren Produktes auf. Daher muss der feuchte Filterkuchen getrocknet und brikettiert werden.

Das Verfahren erzeugt ein hochwertiges Produkt, das für die Baugipsindustrie verwertbar ist.