Globale Lösungen


 
Die Reduzierung der anthropogenen CO2-Emissionen ist eine weltweite Aufgabe. Jedes Land ist gefordert, im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag zur Klimavorsorge zu leisten. Die Industrieländer tragen hierbei eine besondere Verantwortung.


Sie stellen nur ein Fünftel der Weltbevölkerung, sind aber für 70 % des kommerziellen Weltenergieverbrauchs verantwortlich. Bereits auf der Weltklimakonferenz in Toronto 1988 wurde die besondere Verpflichtung der Industrienationen herausgestellt und gefordert, den weltweiten Ausstoß an Kohlendioxid in einem ersten Schritt bis zum Jahre 2005 um 20 % und bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts um 50 % zu reduzieren.

In Rio de Janeiro wurde anlässlich der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 die Klima-Rahmenkonvention beschlossen, die von 50 Staaten unterzeichnet wurde. Sie beinhaltet das Ziel, die Treibhausgaskonzentrationen auf einem Niveau zu stabilisieren, das eine vom Menschen verursachte Störung des Weltklimas verhindert.

1997 wurde in Kyoto beschlossen, die Emission von Treibhausgasen in den Industrieländern bis 2008/12 um durchschnittlich 5,2 % zu senken. Für die einzelnen Länder ergeben sich allerdings differenzierte Reduktionsziele.

In Deutschland hat man dem Klimaschutz bzw. der Reduzierung von CO2-Emissionen bereits sehr früh einen hohen Stellenwert eingeräumt. Die Bundesregierung hat sich in Anknüpfung an die Toronto-Empfehlung bereits 1990 verpflichtet, ihre CO2-Emissionen bis 2005 um 25 bis 30 % gegenüber dem Basisjahr 1987 zurückzuführen. Eine Verschärfung dieser deutschen Selbstverpflichtung ergab sich 1995. Es gilt nunmehr 1990 (1 014 Millionen t CO2) und nicht mehr 1987 (1 070 Millionen t CO2) als Basisjahr für die 25-prozentige CO2-Reduzierung bis 2005.

Eine Realisierung dieses Reduktionsziels bedeutet also, die CO2-Emissionen um insgesamt 254 Millionen Jahrestonnen von 1 014 in 1990 auf 760 Millionen Tonnen in 2005 zu senken - eine immense Aufgabe. Eine solche ehrgeizige Zielvorgabe kann nur dann realisiert werden, wenn möglichst alle CO2-Quellen in ein Minderungskonzept einbezogen werden.