Das Atom


  Man kennt zurzeit 112 (Quelle: Lawrence Berkley National Laboratory, Stand 14.08.1998, davon 109 Elemente mit Namen benannt) chemische Elemente. Davon kommen 91 in der Natur vor, die übrigen sind ausschließlich künstlich erzeugt worden. Die kleinsten Teilchen der chemischen Elemente werden Atome genannt. Der Durchmesser der Atome beträgt etwa 10-7 mm. Erst 10 Millionen Atome aneinander gereiht ergeben etwa 1 mm. Die Atome sind also für das menschliche Auge unsichtbar.


Um aber dennoch eine Vorstellung über den inneren Aufbau zu erhalten, hat man Modelle entwickelt. Es sind anschauliche Bilder, mit denen Beobachtungen und Messergebnisse in übersichtlicher Weise beschrieben und gedeutet werden.
Nach einem im Wesentlichen von Rutherford und Bohr zu Anfang dieses Jahrhunderts entwickelten Modell besteht das Atom aus einem sehr kleinen Kern, in dem fast die gesamte Masse vereinigt ist, und einer Hülle. Der Kern baut sich aus elektrisch positiv geladen Protonen (p+) und elektrisch neutralen Neutronen (n) auf. Sie werden auch als Kernteilchen oder Nukleonen bezeichnet. Die Atome eines jeden Elements haben in ihren Kernen jeweils eine charakteristische Anzahl von Protonen. Jedes Element wird also durch die Protonenzahl eindeutig bestimmt.
In der Atomhülle befinden sich in der Regel ebenso viel negativ geladene Elektronen (e-), wie im Kern Protonen vorhanden sind. Da das Elektron eine negative Elementarladung und das Proton eine positive Elementarladung trägt (kleinere Ladungsmengen sind bisher nicht gefunden worden), gleichen sich die Ladungen aus. Das Atom ist dann nach außen elektrisch neutral.
Verliert ein Atom ein Elektron aus seiner Hülle, überwiegen die positiven Ladungen im Kern (positives Ion). Nimmt ein Atom ein weiteres Elektron in seine Hülle auf, überwiegen die negativen Ladungen (negatives Ion).