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| 1896 entdeckte der französische Physiker Antoine Henri Becquerel,
dass Uransalze eine unsichtbare Strahlung aussenden, die lichtdicht
verpackte Fotoplatten schwärzen und ein geladenes Elektroskop
entladen konnte. Die französischen Eheleute Marie und Pierre
Curie untersuchten solche Strahlen aussendenden Mineralien genauer.
Dabei fanden sie 1898 die Elemente Polonium und das sehr viel stärker
strahlende Radium. Im selben Jahr wurde die Strahlung von G. C.
Schmidt auch bei Thorium nachgewiesen. Die neu entdeckten Strahlen
ließen sich durch physikalische Einwirkungen auf den strahlenden
Stoff (Druck, Temperatur) oder durch chemische Prozesse nicht beeinflussen.
Daraus schloss man, dass die Strahlenaussendung nicht durch chemische
Vorgänge verursacht wird. |
| Heute weiß man, dass die Strahlen aus den Kernen instabiler
Atome ausgesandt werden. Diese Gesamterscheinung wird Radioaktivität
genannt. Die Kerne radioaktiver Atome heißen Radionuklide.
Bei den in der Natur vorkommenden Radionukliden spricht man von natürlicher
Radioaktivität, bei den durch künstliche Kernumwandlung
erzeugten Radionukliden von künstlicher Radioaktivität. |
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| Von den bisher bekannten mehr als 2 500 verschiedenen
Nukliden, die Isotope der 112 chemischen Elemente sind, sind nur 249
stabil, alle anderen zerfallen spontan. Nach der Haupteigenschaft
der Strahlung, Stoffe zu ionisieren, bezeichnet man sie als ionisierende
Strahlung, zu der auch die Röntgenstrahlen gehören. |
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Die Strahlung entsteht dadurch, dass die Kerne aktiver Atome Masse-
und Energieportionen ausschleudern. Diesen Vorgang nennt man radioaktiven
Zerfall. |
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