Gammastrahlen


 
Bei den Kernumwandlungen kann eine energiereiche Strahlung auftreten, die die gleiche Natur wie das sichtbare Licht hat, nur energiereicher als dieses ist. Sie trägt den Namen Gammastrahlung. Abgesehen von der Art des Entstehens ist sie praktisch identisch mit der Röntgenstrahlung. Die Gammastrahlung wird - wie auch das sichtbare Licht - in einzelnen "Portionen" (Quanten, Photonen) abgegeben. Die Gammaquanten bewegen sich mit einer konstanten Geschwindigkeit c0 = 299 792,5 km/s (\/akuumlichtgeschwindigkeit). Sie treten häufig bei Alpha- oder Betazerfall auf.

Nach dem Ausschleudern eines Alpha- oder Betateilchens gibt der Atomkern noch vorhandene überschüssige Energie in Form eines oder mehrerer Gammaquanten ab. Durch den Gammazerfall ändert sich also der Energieinhalt des Kerns, nicht jedoch dessen Kernladungs- und Massenzahl.

Ein energiereicher, angeregter (metastabiler) Bariumkern gibt ein Gammaquant ab und geht dadurch in einen niedrigeren und gleichzeitig stabileren Energiezustand über.