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| Für den Umgang mit radioaktiven Substanzen ist es aber oftmals
wichtig zu wissen, wie viel radioaktive Atomkerne sich in einer bestimmten
Zeit umwandeln (z. B. in 1 Sekunde). Beim Vergleich mehrerer Substanzen
weiß man dann, welche Substanz stärker radioaktiv ist,
d. h. in welcher Substanz mehr Kernumwandlungen pro Zeiteinheit
stattfinden. |
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Zur Beschreibung dieses Sachverhaltes hat man die Aktivität
oder Zerfallsrate festgelegt. Sie gibt die Anzahl der Kernumwandlungen
pro Zeiteinheit an. |
Die Anzahl der Kernumwandlungen wird als Zahlenwert ohne Einheit
angegeben. Für die Zeit wird als Einheit die Sekunde gewählt.
Die Einheit der Aktivität ist also 1/s = s-1
(reziproke Sekunde). Als besonderer Einheitenname für die Aktivität
wurde das Becquerel (Bq) eingeführt. 1 Bq = 1 ·
s-1.
Die Zahlenangabe in Becquerel gibt also die Anzahl der Kernumwandlungen
pro Sekunde an. Bei 10 Kernumwandlungen pro Sekunde ergibt sich eine
Aktivität von 10 Bq, bei 1 000 Kernumwandlungen pro Sekunde eine
Aktivität von 1 000 Bq = 1 kBq.
Viele Radionuklide bilden nach ihrer Umwandlung Tochterkerne, die
wiederum radioaktiv sind. So wandelt sich z. B. Ra-226 in das radioaktive
Edelgas Rn-222 um. Aktivitätsangaben für ein Radionuklid
beziehen sich aber immer auf die Ausgangssubstanz, nicht auf die beim
Älterwerden angesammelten Folgeprodukte.
In einer radioaktiven Substanz ist die Anzahl der Kernumwandlungen
umso größer, je größer die Substanzmenge ist.
Die Aktivität ist also der Masse oder dem Volumen proportional.
Eine Angabe über die spezifische Aktivität kann sich
auf die Gesamtheit der in einer Substanzmenge enthaltenen Radionuklide
(Gesamtaktivität) oder auf ein einzelnes Radionuklid beziehen.
Sie muss immer mit angegeben werden. |
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