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Sowohl bei Kohlekraftwerken als auch bei Kernkraftwerken wird durch
eine erste Energieumwandlung Wärme erzeugt. Damit lässt
sich die Temperatur des Wassers erhöhen und Wasserdampf erzeugen.
Diese Vorgänge können mit dem Teilchenmodell genauer
beschrieben werden.
Alle festen, flüssigen und gasförmigen Stoffe sind aus kleinsten
Teilchen aufgebaut. Es können Moleküle, Atome
oder lonen sein. Wasser besteht z. B. aus Wassermolekülen,
Eisen aus Eisenatomen und Kochsalz aus Natrium- und Chloridionen.
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Oberhalb des absoluten Nullpunktes (-273,15 °C) befinden sich
die Teilchen in dauernder ungeordneter Bewegung. Je heftiger sich
die Teilchen bewegen, d. h., je größer ihre mittlere Geschwindigkeit
ist, desto höher ist die Temperatur des Stoffes. |
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Bei festen Stoffen führen die Teilchen Schwingungen
um ihre Position im Kristallgitter aus. Kommen die Teilchen zur Ruhe,
ist die tiefstmögliche Temperatur erreicht. Das ist der absolute
Nullpunkt von -273,15 °C. |
| Die Geschwindigkeit der Teilchen kann auf zweierlei Weise erhöht
werden: |
- Durch mechanische Arbeit (Reibung) steigt die mittlere
Geschwindigkeit der Teilchen. Die mechanische Energie ist dann
in Bewegungsenergie der Teilchen umgewandelt worden. Die Energie,
die in Form der Teilchenbewegung vorliegt, wird innere Energie
genannt.
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- Ein Körper höherer Temperatur hat Kontakt mit einem
Körper niedrigerer Temperatur. Es stoßen dann die schnelleren
Teilchen des heißen Körpers die langsameren Teilchen
des kälteren Körpers an. Dadurch werden die schnelleren
Teilchen langsamer und die langsamen Teilchen schneller. Die innere
Energie des einen Körpers wird dabei erniedrigt und die des
anderen Körpers erhöht.
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Durch Stöße zwischen den Teilchen zweier Körper
mit unterschiedlicher Temperatur wird Energie vom heißeren auf
den kälteren Körper übertragen. Diese überfließende
Energie wird Wärme oder Wärmeenergie genannt.
Das Wort Wärme drückt also eine Form der Energieübertragung
aus.
Bei einem Kohlekraftwerk sind die heißen Verbrennungsgase in
Kontakt mit den kälteren Rohrleitungen des Kessels und diese
wiederum in Kontakt mit dem Wasser. Energieübertragung erfolgt
von den schnelleren Gasteilchen zu den langsameren Eisen- bzw. Wasserteilchen.
Besitzen die Wasserteilchen eine genügend große Geschwindigkeit,
können sie die Flüssigkeit verlassen, d. h., Wasser verdampft.
Bei einem Kernkraftwerk werden Kerne des Uran-235 gespalten. Die Spaltprodukte
fliegen mit großer Geschwindigkeit auseinander und versetzen
die umgebenden UO2-Moleküle in heftigere Schwingungen.
Die Temperatur steigt daraufhin bis auf etwa 800 °C an. Die Bewegungsenergie
der UO2-Moleküle wird dann durch Stöße
auf die Atome der Brennstabhülle und letztlich auf das Wasser
übertragen. |
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