| |
| Funktionsweise |
|
Die Brennelemente, die das Urandioxid enthalten, befinden
sich in dem zu etwa zwei Drittel mit Speisewasser gefüllten Druckbehälter.
Das Wasser strömt von unten nach oben durch den Reaktorkern und
führt dabei die in den Brennstäben entwickelte Wärme
ab. Ein Teil des Wassers verdampft.
Nach einer Dampf-Wasser-Trennung im oberen Teil des Druckbehälters
wird der Sattdampf mit hoher Temperatur und hohem Druck direkt
der Turbine zugeführt. Die Turbine ist mit einem Drehstromgenerator
gekoppelt.
Das im Druckbehälter nicht verdampfte Wasser fließt in
dem Ringraum zwischen Druckbehälter und Reaktorkern wieder nach
unten, wobei es sich mit dem aus dem Kondensator zurückgepumpten
Speisewasser vermischt. Die im Druckbehälter vorhandenen Pumpen
wälzen das Kühlmittel um. Durch eine Veränderung
der Drehzahl dieser Pumpen kann die Umwälzmenge des Kühlmittels
geändert und dadurch die Reaktorleistung gesteuert werden.
Der aus der Turbine austretende Dampf wird im Kondensator verflüssigt.
Dazu ist Kühlwasser erforderlich. Das Speisewasser wird durch
Vorwärmanlagen auf eine höhere Temperatur gebracht und dem
Reaktor wieder zugeführt.
Zur Steuerung der Kettenreaktion können Steuerstäbe
ganz oder teilweise in den Reaktor eingefahren und wieder herausgezogen
werden.
Aus dem Sicherheitsbehälter führen die Rohrleitungen nach
außen in das Maschinenhaus. Da der Dampf nicht frei von radioaktiven
Verunreinigungen ist, muss auch das Maschinenhaus in eine Sicherheitsabschirmung
einbezogen sein. Außerdem sind eine Reihe weiterer Sicherheitsvorrichtungen
eingebaut, um bei einer Störung eine sofortige Unterbrechung
des Dampfstromes zum Maschinenhaus zu erreichen. |
|