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Damit die Sicherheitssysteme im Notfall auch wirklich einsatzfähig
sind, werden eine Reihe bewährter Prinzipien angewandt.
Redundanzprinzip
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Alle wichtigen Sicherheitseinrichtungen sind mehrfach vorhanden
und betriebsbereit. Bei deutschen Reaktoren sind in der Regel zwei
Systeme mehr vorhanden, als gebraucht werden. Beispielsweise gibt
es vier vollständige, voneinander unabhängige Notkühlsysteme
mit jeweils eigener Stromversorgung. Ein einziges Notkühlsystem
würde genügen, um den Reaktor in jeder Situation ausreichend
zu kühlen. |
Diversitätsprinzip
Diversität bedeutet, dass für die mehrfach vorhandenen
Systeme jeweils verschiedene physikalische oder konstruktive Prinzipien
angewandt werden, um ein gleichzeitiges Versagen auszuschließen.
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Das erste Abschaltsystem besteht beispielsweise aus Neutronen schluckenden
Steuerstäben, das zweite aus Wasser mit Borsäure, die ebenfalls
ein wirksamer Neutronenabsorber ist und die Kettenreaktion stoppen
kann. |
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Fail-Safe-Prinzip
Auftretende Fehler (fail) sollen in die sichere (safe) Richtung
wirken.
Beispiel: Steuerstäbe, die in den Reaktorkern eingefahren (= niedrigste
Leistung) oder ausgefahren (= höchste Leistung) werden, haben
einen elektromagnetischen Antrieb. Bei Stromausfall funktioniert auch
der Magnet nicht, die Stäbe fallen durch ihr Eigengewicht in
den Reaktorkern und unterbinden die Kettenreaktion. |
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| Die redundanten und diversitären Systeme sind räumlich
getrennt, sodass sie nicht gleichzeitig beschädigt oder zerstört
werden können. |
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