Wechselwirkungen von Alphateilchen mit Materie


 
Alphateilchen verlieren ihre Energie im Wesentlichen dadurch, dass sie Atome oder Moleküle der durchstrahlten Materie ionisieren oder anregen.

Bei der Ionisierung eines Atoms wird ein Elektron aus seiner Hülle abgetrennt. Dadurch entsteht ein positives Ion. Das abgelöste Elektron kann sich an ein neutrales Atom anlagern, sodass sich ein negatives Ion bildet. Beide Ionen ergeben dann ein Ionenpaar.

Bei der Anregung eines Atoms wird ein Hüllenelektron vom Kern weiter entfernt und damit auf ein höheres Energieniveau gehoben. Beim Zurückspringen auf das Ausgangsniveau wird die zugeführte Energie in Form eines Strahlungsquants (Photons) oder mehrerer Strahlungsquanten abgegeben.

Bei einer Ionisation oder Anregung gibt ein Alphateilchen Energie ab und wird dadurch langsamer. In Luft unter Normalbedingungen ist es nach 4 bis 7 cm auf thermische Geschwindigkeit abgebremst. Es kann dann an Atomhüllen keine Veränderungen mehr herbeiführen und ist deshalb für Organismen ungefährlich.