Energiedosis


 
In Luft wird zur Bildung eines Ladungsträgerpaares die Energie von 34 eV benötigt. Da der Quotient 1 C / 1 kg Auskunft darüber gibt, wie viel Paare erzeugt worden sind, lässt sich auch die Energie berechnen, die dafür notwendig war.
Statt die erzeugte Ladung oder die erzeugten Ladungsträgerpaare anzugeben, kann man also auch die Energie betrachten, die bei der Ionisation auf die Luftmoleküle übertragen worden ist. Die übertragenen Energiewerte sind jedoch selbst bei größeren Strahlendosen so klein, dass man eine Temperaturerhöhung der Luft auch mit den empfindlichsten Thermometern nicht feststellen könnte. Die jeweils übertragene Energie muss also stets aus der lonendosis berechnet werden.

Die von einem Stoff aufgenommene Energie kann ebenfalls als Maß für die physikalische Strahlenwirkung verwendet werden. Dafür ist die Energiedosis definiert worden.
Die Energiedosis einer ionisierenden Strahlung gibt die pro Masse eines durchstrahlten Stoffes absorbierte Energie an.

Der Quotient 1 J / 1 kg wird als Einheit für die Energiedosis verwendet. Als besonderer Einheitenname für die Energiedosis wurde das Gray (Gy) eingesetzt.

Die Energiedosis wurde bisher in der Einheit Rad (rd) gemessen. Das Wort Rad ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Wörter "radiation absorbed dose". Die Einheit Rad ist seit 1986 im amtlichen Verkehr nicht mehr zulässig. Für Umrechnungen gilt: 1 rd = 10-2 Gy.