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| lonisierende Strahlen können nur dann eine biologische Wirkung
hervorrufen, wenn vom bestrahlten Objekt Energie aufgenommen worden
ist. Dabei gilt: Je größer die Energieaufnahme, desto größer
ist auch die Wirkung. Mit der Energiedosis allein kann jedoch die
biologische Strahlenwirkung nicht beurteilt werden. Es zeigt sich
nämlich, dass bei gleichen Energiedosen, aber unterschiedlichen
Strahlenarten die hervorgerufenen Effekte unterschiedlich sein können. |
| Wird z. B. von zwei gleichen biologischen Objekten das eine mit
Alphastrahlen, das andere mit Betastrahlen bestrahlt und nehmen beide
Objekte gleich viel Energie auf, so sind die durch die Alphastrahlen
hervorgerufenen biologischen Strahlenwirkungen etwa 20-mal größer.
Setzt man dagegen zwei gleiche biologische Objekte so lange einer
Alpha- bzw. einer Betastrahlung aus, dass gleiche biologische Wirkungen
auftreten, sind die aufgenommenen Energiedosen unterschiedlich. |
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Die größere biologische Wirkung von Alphastrahlen kann
durch die größere Anzahl erzeugter Ionen bzw. Anregungen
pro Weglänge erklärt werden. Ein Alphateilchen führt
in einem Zellgewebe auf einer bestimmten Strecke zu etwa 1 000-mal
mehr Wechselwirkungen als ein Betateilchen. Eine dichtere lonisierung
in einem kleinen Bereich ist viel schädlicher als eine gleich
große Anzahl von lonisationen, die auf einen größeren
Bereich verteilt sind.
Zur Berücksichtigung der unterschiedlichen biologischen Wirkung
der verschiedenen Strahlenarten sind Qualitätsfaktoren Q
festgelegt worden. Es sind aus Experimenten gewonnene Erfahrungswerte.
Das Produkt aus der Energiedosis D und dem Qualitätsfaktor
Q nennt man die Äquivalentdosis H. |
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Die biologische Strahlenwirkung ist nur dann ausschließlich
von Energiedosis und Strahlenart abhängig, wenn einheitliche
Versuchsbedingungen vorliegen. Je höher die Energiedosis und
je größer der Qualitätsfaktor ist, desto größer
ist die Äquivalentdosis und damit die biologische Strahlenwirkung. |
Da der Qualitätsfaktor ein Zahlenwert ohne Einheit ist, ergibt
sich als Einheit der Äquivalentdosis der Quotient J/kg
(dieselbe Einheit wie für die Energiedosis). Um kenntlich zu
machen, dass eine Dosis eine Äquivalentdosis ist, wird der Einheitenname
Sievert (Sv) benutzt.
Als Einheit der Äquivalentdosis diente früher das Rem (rem
= röntgen equivalent man). 1 rem entsprach der Energiedosis von
1 rd multipliziert mit dem Qualitätsfaktor 1. |
| Für Umrechnungen gilt: |
1 |
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rem |
= |
0,01 |
Sv |
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100 |
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rem |
= |
1 |
Sv |
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|
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|
|
| |
1 |
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mrem |
= |
0,01 |
mSv |
|
| |
100 |
|
mrem |
= |
1 |
mSv |
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Bei der Äquivalentdosisleistung wird die Äquivalentdosis
auf eine bestimmte Zeitspanne bezogen, z. B.: Sv/h (rem/h), Sv/d (rem/d),
Sv/a (rem/a).
Bei externen und internen Bestrahlungen von Menschen werden einzelne
Organe bzw. Gewebebereiche unterschiedlich belastet. Da ihre Strahlenempfindlichkeit
z. T. erhebliche Unterschiede aufweist, liefern Organ- bzw. Teilkörperdosen
unterschiedliche Beiträge zum strahlenbedingten Gesamtrisiko
(was die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Schadens
betrifft, z. B. Krebs, Leukämie). |
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