Filmdosimeter


 
Filmdosimeter (in der Regel als amtliche Dosismeter verwendet) bestehen aus einer dünnen, lichtdichten Kunststoffkassette, in der sich zwei Filmabschnitte befinden. In der Kassette sind außerdem einige Metallfilter untergebracht. Gammastrahlen, die in das Innere gelangen, rufen eine Schwärzung des Films hervor. Aus ihr lässt sich nachträglich ermitteln, wie groß die erhaltene Strahlendosis gewesen ist.

Die Gammaquanten lösen in der Kunststoffwand, in den Filtern und im Film Elektronen aus, die dann in der Silberbromidschicht Ionisationen bewirken. Dadurch kommt es zu Molekülveränderungen. Bei der Entwicklung des Films entstehen an diesen Stellen Silberkörnchen. Sie sind für Licht undurchlässig und rufen eine Trübung des Films hervor. Sie ist von der Energie und der Menge der einfallenden Quanten abhängig. Die Auswertung der Trübungsunterschiede wird mit speziellen Geräten vorgenommen und die Ionendosis mithilfe eines Computers berechnet. Um die Energie der einfallenden Quanten bestimmen zu können, sind Teile des Films mit verschiedenen Metallfiltern abgedeckt. Dadurch entstehen einzelne Felder. Je größer die Energie der Quanten ist, desto mehr Felder des Films werden getrübt. Bei sehr großen Energien spielen praktisch nur noch die erzeugten Comptonelektronen eine Rolle. Es kommt dann nur noch zur Trübung des Feldes, das durch den dicksten Metallfilter abgeschirmt ist.

Die an der Vorder- und Rückseite versetzt angeordneten Bleifilter ermöglichen es festzustellen, aus welcher Richtung die Strahlung gekommen ist. Kam sie von hinten, muss zusätzlich bedacht werden, dass sie dann den menschlichen Körper vollständig durchdrungen hat.