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In einem Kernkraftwerk treten Alpha-, Beta-, Gamma- und Neutronenstrahlen
auf. Diese Direktstrahlung wird durch eine Reihe von Barrieren
praktisch vollständig abgeschirmt.
Alpha- und Betateilchen werden durch die Metallwand der Brennstäbe
und das sie umgebende Wasser zu 100 % zurückgehalten. Die Gamma-
und Neutronenstrahlen können den Reaktordruckbehälter aus
Stahl z. T. durchdringen; dabei werden sie jedoch deutlich geschwächt. |
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Die bis zu 25 cm starke Stahlwand des Druckbehälters verringert
die Intensität der direkten Gammastrahlung bereits auf den 100.000sten
Teil der Strahlung im Reaktorkern. Eine nahezu vollständige Abschirmung
der verbleibenden Gammastrahlen und der Neutronenstrahlen geschieht
durch einen 2 m dicken Schild aus Stahlbeton, der den Reaktorbehälter
umgibt. |
Die Direktstrahlung ist dann auf 1 Billionstel (10-12)
reduziert. Sicherheitsbehälter und Reaktorgebäude bilden
weitere Abschirmungen, sodass außerhalb des Kernkraftwerkes
praktisch keine Direktstrahlung mehr auftritt.
Außer dem Reaktor werden auch alle anderen Bereiche eines Kernkraftwerkes
abgeschirmt, von denen eine erhöhte Strahlung ausgeht. So gelangen
z. B. bei einem Siedewasserreaktor mit dem Dampf auch radioaktive
Stoffe in die Dampfturbine, sodass von ihr Strahlen ausgehen. Zur
Abschirmung dieser Direktstrahlung wird die Turbine eines Siedewasserreaktors
deshalb mit Betonwänden umgeben (Sperrbereich). |
| Türen, die in einen Sperrbereich führen, enthalten zur
Abschirmung der Gammastrahlung Bleiplatten. Zur mobilen Abschirmung
werden Bleimatten an Gerüsten befestigt. Dadurch kann man jeden
Arbeitsplatz den Anforderungen entsprechend abschirmen. In Sonderfällen
werden auch Abschirmungen nach Maß angefertigt. |
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| Abgebrannte Brennelemente werden in einem Becken unter einer 2 m
dicken Wasserschicht gelagert. Das Wasser dient zur Strahlenabschirmung
und zur Ableitung der Nachzerfallswärme. |
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Schwach- und mittelaktive Abfälle, die in einem Kernkraftwerk
anfallen, verpackt man in Stahlfässer. Ihr Transport in das Zwischenlager
wird durch ein Bleiglasfenster überwacht. Die Brennelemente werden
in speziellen Transportbehältern in ein Zwischenlager transportiert.
Die Behälter sind so konstruiert, dass eine Strahlenabschirmung,
eine ausreichende Kühlung sowie eine hohe Stabilität, wie
sie für mögliche Unfälle beim Transport gefordert wird,
gewährleistet sind. |
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