Anreicherung und seine Verfahren


 
Das Produkt "Yellow Cake" besitzt nur technische Reinheit. Um das Uran in den Kernkraftwerken einsetzen zu können, ist eine wesentlich höhere Reinheit erforderlich. Verunreinigungen würden zu einer erhöhten Neutronenabsorption und zu störenden Reaktionen mit dem Hüllrohrmaterial der Brennstäbe führen.

Für die Anreicherung und zur weiteren Reinigung wird das "Yellow Cake" in Konversionsanlagen in Uranhexafluorid (UF6) umgewandelt. Dazu sind eine Reihe chemischer Reaktionen erforderlich, bei denen gleichzeitig Reinigungsprozesse ablaufen.

Uranhexafluorid ist eine farblose, kristalline Substanz. Bei Normaldruck geht sie bei einer Temperatur von 56,5 °C von der festen in die Gasphase über (Sublimation). Als Gas lässt sich UF6 durch Filter von noch enthaltenen Feststoffen und durch Ausfrieren von anderen Gasen befreien.

Mit einer Reinheit von mindestens 99,5 % wird es in international genormten dickwandigen Stahlbehältern gelagert bzw. zur Urananreicherungsanlage transportiert.

Natürliches Uran enthält das leichtere, spaltbare Isotop U-235 nur zu ca. 0,7 %, der Rest besteht aus dem schwereren, im Kernreaktor nicht spaltbaren U-238. Um die heute weltweit vorherrschenden Kernkraftwerke mit Leichtwasserreaktoren betreiben zu können, muss der Anteil an U-235 im Brennstoff auf ca. 3 bis 5 % angehoben werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Urananreicherung.

Für die Anreicherung stehen heute das Diffusionsverfahren und das Zentrifugenverfahren im industriellen Maßstab zur Verfügung. Für beide Anreicherungsverfahren muss das Uran in Form von gasförmigem Uranhexafluorid (UF6) vorliegen. In den Anreicherungsanlagen werden die unterschiedlich schweren Uranisotope voneinander getrennt.