Zentrifugenverfahren


 
Dieses Trennverfahren nutzt die Tatsache aus, dass in einer Zentrifuge die schwereren Moleküle bevorzugt an die Außenwand getrieben werden, während sich die leichteren Moleküle in der Nähe der Rotorachse sammeln. Die Geschwindigkeit an der Peripherie solcher Ultrazentrifugen beträgt mehrere Hundert Meter pro Sekunde und die Zentrifugalbeschleunigung übertrifft die Erdbeschleunigung um mehr als das 100 000fache. Bei diesem Verfahren müssen heute nur noch etwa 10 Trennstufen hintereinander geschaltet werden, um den gewünschten Anreicherungsgrad zu erreichen.

Zentrifugenanlagen werden u. a. in den Niederlanden, in der Bundesrepublik Deutschland, in Großbritannien und auch in Russland betrieben. Der Energieverbrauch liegt um den Faktor 50 unter dem des Diffusionsverfahrens. Da der Gasdurchsatz einer einzelnen Zentrifuge gering ist, arbeiten in einer Anreicherungsanlage viele Zentrifugen parallel. Insgesamt sind in einer großen Zentrifugenanlage mehrere Zehntausend Zentrifugen im Einsatz.

Wegen des hohen Energieverbrauchs wird das Diffusionsverfahren für neue Anlagen nicht mehr zum Einsatz kommen. Als Alternative zum Zentrifugenverfahren wird an der Entwicklung der Anreicherung mit Lasern gearbeitet.