Laserverfahren


 
Bei den Laserverfahren werden zur Isotopentrennung die geringfügigen Unterschiede der Absorptionsspektren verschiedener Isotope desselben chemischen Elements genutzt. Schmalbandige Lichtquellen, die heute in Form von Lasern zur Verfügung stehen, ermöglichen es, Atome oder Moleküle isotopenselektiv anzuregen. Der Vorteil der Laserverfahren liegt in den theoretisch erreichbaren hohen Trennfaktoren, die eine Anreicherung in einem Schritt auf die für den Betrieb der Leichtwasserreaktoren erforderliche U-235-Konzentration möglich erscheinen lassen.

Das atomare Laserverfahren z. B. benutzt als Verfahrensmedium Uranmetall. Uran wird im Hochvakuum durch Elektronenstrahlheizung verdampft. Der Urandampf wird mit Farbstofflasern isotopenselektiv ionisiert und die U-235-Ionen werden in einem elektrischen Feld abgetrennt.

Im Gegensatz zu den konventionellen Verfahren befinden sich die Laserverfahren noch im Stadium der Grundlagenentwicklung und werden, wenn überhaupt, in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrhunderts für den industriellen Einsatz zur Verfügung stehen. Sie werden zurzeit insbesondere in den USA, in Japan und in Frankreich untersucht.