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Radioaktive Abfälle wurden bisher in schwach,
mittel- und hochaktive Abfälle unterteilt, abhängig von
der Aktivitätskonzentration. Heute unterscheidet man die radioaktiven
Abfälle nach der Wärmeentwicklung:
Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung.
Die Wärmeabgabe pro Gebinde liegt im Milliwattbereich. |
| Wärme entwickelnde Abfälle. Die Wärmeabgabe
pro Gebinde liegt im Kilowattbereich. Bei Endlagerung in Gesteinsschichten
können sie die Temperatur des umgebenden Gesteins auf bis 200
°C erhöhen. |
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Die in abgebrannten Brennstäben vorhandenen Spaltprodukte
enthalten mehr als 99 % der Aktivität eines Kernkraftwerkes.
Diese Spaltprodukte werden erst im Prozess der Wiederaufarbeitung
abgetrennt und für eine gefahrlose Zwischen- und Endlagerung
behandelt.
Daneben fallen aber beim Betrieb und bei der Reinigung gasförmige,
flüssige und feste Reaktorbetriebsabfälle an, die umweltverträglich
entsorgt werden. |
Um die Aktivität der Abluft und des Abwassers
zu verringern, gibt es zwei unterschiedliche Verfahren:
- Verzögerte Abgabe, damit die Radioaktivität von selbst
abklingt
- Abtrennen der Radionuklide durch physikalische sowie chemische
Verfahren und Endlagerung dieser Radionuklide
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| Konditionieren bedeutet, die radioaktiven Abfälle in eine endlagerungsfähige
Form zu überführen. Wie das geschieht, ist von der Art des
Abfalls abhängig. |
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- Bei vernachlässigbarer Wärmeentwicklung werden Stahl-
oder Betonfässer verwendet.
- Wärme entwickelnde Abfälle werden beispielsweise mit
flüssigem Glas gemischt und zu Glasblöcken gegossen.
- Die Edelstahlkokillen werden gasdicht verschweißt. Diese
Behälter werden zur weiteren Abkühlung in spezielle
oberirdische Lagerhallen verbracht. Nach einer gewissen Zeit können
diese Kokillen transportiert und mittels spezieller Transport-
und Lagerbehälter in ein Zwischen- bzw. Endlager verbracht
werden. So stehen z. B. in Gorleben bereits Transport- bzw. Lagerbehälter
mit stark wärmeentwickelnden Abfällen aus der Wiederaufarbeitung.
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