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| Einige der wichtigsten gasförmigen und leichtflüchtigen
Radionuklide, die sich in der Luft des Kraftwerksgebäudes
befinden, sind die durch Leckagen entwichenen Spaltprodukte Xe-133,
Kr-85 und J-131. |
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- Xe-133 hat nur eine Halbwertszeit von 5,25 d. Es wird in einer
Verzögerungsstrecke bis zu 60 d zurückgehalten. Da dann
mehr als 10 Halbwertszeiten verstrichen sind, ist die ursprüngliche
Aktivität auf weniger als 0,1 % abgeklungen.
Verzögerungsstrecken bestehen z. B. aus Aktivkohlefiltern.
Das Gas wird zunächst in der ersten Filterschicht adsorbiert
(Gasmoleküle lagern sich an der Oberfläche von Kohlenstoffpartikeln
an). Im Laufe der Zeit bewegen sie sich durch Austausch langsam
durch die Kohlefilterstrecke bis zum Abluftkamin.
- Das Spaltprodukt Krypton-85 hat eine Halbwertszeit von 10,76
a. Da es als Edelgas keine chemischen Verbindungen eingeht und
sich im Organismus nicht anreichert, besitzt es nur eine geringe
Radiotoxizität. Es wird deshalb in genehmigten Mengen und
unter laufender Kontrolle in die Atmosphäre geleitet. Der
größte Teil des Kr-85 wird erst bei der Aufarbeitung
der Brennelemente frei und kann durch besondere Verfahren zurückgehalten
werden (Lagerung in Gasflaschen).
- Der Anteil des J-131 in der Gebäudeluft ist gering. Da
dieses Element aber im Gegensatz zu den Edelgasen chemische Verbindungen
eingehen kann und außerdem zu den physiologisch bedeutsamen
Elementen gehört, wird es durch mehrere hintereinander angeordnete
Absolutfilter zurückgehalten. Eine Rückhaltung zu mehr
als 99,9 % wird dadurch erreicht, dass die Filter zusätzlich
mit Silbernitrat getränkt sind. Bei Kontakt mit Jod entsteht
dann Silberjodid, das in den Filtern verbleibt.
In ähnlicher Weise verfährt man mit den Aerosolen, bei denen
sich radioaktive Teilchen an Staubpartikel oder Wassertröpfchen
angelagert haben. |
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