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Bei der Reinigung des Kühlmittelkreises anfallendes Wasser
sowie Wasser aus Labors, Dekontaminationsanlagen und Waschräumen
bilden die flüssigen Reaktorbetriebsabfälle. Auch bei der
Abgabe von radioaktiven Flüssigkeiten an die Umgebung gilt, die
Strahlenbelastung der Menschen durch innere Strahleneinwirkung so
gering wie möglich zu halten. |
Die wichtigste Maßnahme besteht darin, der Flüssigkeit
die radioaktiven Stoffe zu entziehen. Das geschieht durch Eindampfen
(Abdestillieren der Flüssigkeit), lonenaustausch, Filtration
oder chemische Fällung.
Eine Sonderstellung nimmt das Tritium (H-3) ein. Es entsteht bei einem
geringen Prozentsatz der Kernspaltungen als drittes Teilchen (außer
den beiden Spaltprodukten) und durch Neutronenbestrahlung des Kühlmittels
sowie anderer Materialien.
Das Tritium liegt im Wesentlichen als HTO vor (Wassermolekül,
dessen Wasserstoffatome die Isotope H-1 und H-3 = T sind). Wegen der
relativ langen Halbwertszeit von 12,323 a können keine Verzögerungsstrecken
eingesetzt werden.
Da die maximale Energie der vom Tritium ausgesandten Betateilchen
aber nur 0,02 MeV beträgt und keine Gammaquanten auftreten, entsteht
durch die Abgabe des Tritiums an die Umgebung nur eine geringe zusätzliche
Strahlenbelastung der Bevölkerung. |
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