| |
|
Feste radioaktive Reaktorbetriebsabfälle fallen
in Form von Filtern, lonenaustauschern, Putzlappen, kontaminierter
Kleidung, Abfällen von Reparaturen, ausgebauten Steuerstäben
und Messlanzen an.
Durch entsprechende Behandlungsmethoden (Verdampfen, Pressen, Filtern,
Verbrennen) erfolgt eine volumenmäßige Reduzierung
und eine sichere, für die Zwischen- und Endlagerung geeignete
Verpackung der Abfälle. |
Nach Zwischenlagerung im Kernkraftwerk ist für sie eine Endlagerung
in einem Bergwerk vorgesehen. Der Einschluss in mehreren Hundert Meter
Tiefe garantiert, dass die Stoffe mit der Biosphäre nicht mehr
in Berührung kommen.
Menge und Zusammensetzung der Abfälle hängen u. a. vom Typ
des Kernkraftwerkes, den verwendeten Brennelementen und nicht zuletzt
von der Art ab, mit der das System betrieben wird.
Bei einem Siedewasserreaktor mit einer elektrischen Leistung von 1
300 MW fallen pro Betriebsjahr etwa: |
| 235 |
m3 |
Verdampfer- und Filterkonzentrate, |
| 120 |
m3 |
Putzwolle, Papier, kontaminierte Kleidung und |
| 8 |
m3 |
Filtereinsätze der Abluft- und Abgasreinigung
an. |
| Nur etwa 5 % der Reaktorbetriebsabfälle besitzen eine hohe
spezifische Aktivität, wobei jedoch die Wärmeproduktion
vernachlässigbar gering ist. |
|