Entsorgung der Kernkraftwerke


  Bei der Kernspaltung werden große Mengen künstlicher Radionuklide gebildet. Aufgrund des Neutronenüberschusses im Kern sind die Spaltprodukte zum großen Teil radioaktiv. Sie wandeln sich unter Aussenden von Betastrahlen in stabile Kerne um. Dabei werden ganze Zerfallsketten durchlaufen.

Für die Stromproduktion von ca. 10 Mrd. kWh pro Jahr verbraucht ein Reaktor rund 25 Tonnen Brennstoff. Insgesamt fallen in Deutschland pro Jahr etwa 400 Tonnen Kernbrennstoff in Form von ausgedienten Brennelementen zur Entsorgung an.

Zur Entsorgung der abgebrannten Brennelemente gibt es zwei grundsätzlich voneinander unterschiedliche Methoden.
  • Wiederaufarbeitung:
    Die Wiederaufarbeitung hat die Rückgewinnung der im abgebrannten Brennelement noch vorhandenen nutzbaren Stoffe Uran und Plutonium und deren Wiederverwertung zum Ziel. Es werden lediglich die abgetrennten Abfallstoffe (im Wesentlichen die Spaltprodukte) zur Endlagerung gegeben. Man spricht von einem geschlossenen Brennstoffkreislauf.

 
  • Direkte Endlagerung:
    Die abgebrannten Brennelemente werden insgesamt als Abfall betrachtet und endgelagert. Man spricht von einem offenen Brennstoffkreislauf.

Insgesamt ergeben sich somit für die Entsorgung folgende Prozessschritte:
  • Für beide Methoden:
    Transport und Zwischenlagerung.

  • Für den geschlossenen Kreislauf:
    Wiederaufarbeitung, Brennelemente-Refabrikation, Konditionierung und Endlagerung der radioaktiven Abfälle.

  • Für den offenen Kreislauf:
    Konditionierung und Endlagerung der abgebrannten Brennelemente.