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Brennelemente bleiben bis zu fünf Jahre in einem Reaktor. Nach
einem genau festgelegten Zeitplan wird jährlich eine bestimmte
Anzahl ausgewechselt. Nach der Entnahme lagert man die Brennelemente
in einem Wasserbecken (Abklingbecken) im Kernkraftwerk. Während
dieser Zeit zerfallen die Spaltprodukte mit kürzeren Halbwertszeiten
fast vollständig und es bleiben nur die Radionuklide mit längeren
Halbwertszeiten zurück. |
| Im ersten Jahr nimmt die Radioaktivität der Brennelemente
bereits auf etwa 1 % ihres Anfangswertes ab. |
| Das im Lagerbecken befindliche Wasser dient der Strahlenabschirmung
und der Kühlung der Brennelemente. Der Zerfall der Spaltprodukte
ergibt eine recht hohe Wärmeleistung, die jedoch rasch abklingt. |
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Nach ausreichend langer Abklingzeit am Standort des Reaktors werden
die Brennelemente in speziellen Transportbehältern entweder
direkt zu einer Wiederaufbereitungsanlage oder zu einem eigenständigen
Zwischenlager transportiert und dort aufbewahrt.
Die Behälter sind so konstruiert, dass eine Strahlenabschirmung,
eine ausreichende Kühlung sowie eine hohe Stabilität, wie
sie für mögliche Unfälle beim Transport gefordert wird,
gewährleistet ist. |
| Um die radioaktiven Belastungen des Bedienungspersonals
beim Beladen der Behälter möglichst gering zu halten, findet
der ganze Vorgang unter Wasser statt, denn dieses schirmt die Strahlung
ab. |
Brennelemente, die für ein Endlager vorgesehen sind, müssen
etwa 20 bis 40 Jahre überirdisch zwischengelagert werden, bis
sie so weit abgekühlt sind, dass sie in einem Endlager aufgenommen
werden können. Diese Zwischenlagerung kann nicht in den Abklingbecken
der Kraftwerke, sondern nur in den eigens dafür vorgesehenen
Zwischenlagern erfolgen.
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| Im Zwischenlager kann die für die Wärmeentwicklung verantwortliche
Aktivität der Spaltprodukte entsprechend abklingen. In der Bundesrepublik
Deutschland stehen für die Zwischenlagerung Anlagen in Gorleben,
Ahaus und Greifswald zur Verfügung. |
- Gorleben ist ein Behälter- oder Trockenlager mit
einer Kapazität von 3 800 Tonnen. Die Lagerhalle bietet maximal
420 Stellplätze für Transport- und Lagerbehälter
(z. B. CASTOR-Behälter). Während der gesamten Lagerzeit
sind die beladenen Behälter an ein Überwachungssystem
angeschlossen, durch das kontinuierlich deren Dichtheit geprüft
wird. Bereits durch die Behälter selbst sind die Strahlenabschirmung
und Unfallsicherheit gewährleistet. Das Lagergebäude
bringt zusätzliche Strahlenabschirmung und Wetterschutz.
Durch die besondere Bauweise des Gebäudes erfolgt die Wärmeabfuhr
allein durch die natürliche Belüftung.
Auch bei einer späteren vollständigen Belegung des Lagers
werden die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte deutlich unterschritten.
Für die Bevölkerung ergibt sich daher kein Risiko durch
den Betrieb des Zwischenlagers.
Ein weiteres Lager am Standort kann außerdem konditionierte
radioaktive Betriebsabfälle aus Reaktoren aufnehmen.
- Ahaus ist ebenfalls ein Trockenlager mit einer vergleichbaren
Kapazität.
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Die in den alten Bundesländern vorhandene Zwischenlagerkapazität
von ca. 127 000 m3 ist zurzeit zu etwa 43 % ausgenutzt.
Sie wird jedoch nur zum Teil durch Abfälle aus Kernkraftwerken
in Anspruch genommen. Ein Großteil der eingelagerten Abfälle
stammt beispielsweise aus den Bereichen Forschung und Medizin. |
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