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Transporte radioaktiver Stoffe beschäftigen immer wieder die
Öffentlichkeit und werden oft gleichgesetzt mit einer Gefährdung
der Bevölkerung. Tatsache ist jedoch, dass die strengen Transportvorschriften
dazu geführt haben, dass es seit über 40 Jahren weltweit
zu keinem Unfall kam, der zu schwerwiegenden strahlenbedingten Folgen
führte. |
| Außerdem sind die im Brennstoffkreislauf notwendigen Transporte
unterschiedlich zu bewerten. |
- Der Transport des Uranerzes zur Erzaufbereitungsanlage
ist unproblematisch. Dafür werden offene Lastwagen verwendet.
Aus Kostengründen legt man die Anlage in unmittelbarer Nähe
der Mine an.
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- Das Urankonzentrat "Yellow Cake" muss zur Konversionsanlage
transportiert werden, wo es in UF6 umgewandelt wird.
Der Transport geschieht in handelsüblichen Stahlfässern
von 200 oder 400 Liter Fassungsvermögen. Da nur wenige Konversionsanlagen
auf der Welt existieren, sind die Transportwege oft sehr lang.
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- Uranhexafluorid, das in der Konversionsanlage hergestellt
worden ist, wird zur Anreicherungsanlage gebracht. Da UF6
bereits bei 56,8 °C gasförmig wird, muss das Material
in Druckbehältern untergebracht werden. Die spezifische Aktivität
von UF6 ist vernachlässigbar gering, die chemische
Toxizität aber sehr hoch. Es muss deshalb sichergestellt
sein, dass die Behälter beim Transport und bei möglichen
Unfällen dicht bleiben.
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Die Umwandlung von UF6 in UO2
sowie die Herstellung von Brennelementen sind jeweils an einem Ort
zusammengefasst, sodass keine Transportwege außerhalb der Fabrikationsräume
entstehen. Die fertigen Brennelemente verpackt man in Transportbehälter
und transportiert sie auf Lastwagen zum Kernkraftwerk. Schwierigkeiten
mit der Strahlenabschirmung treten dabei nicht auf, da auch angereichertes
Uran nur eine geringe spezifische Aktivität besitzt. |
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- Der Transport von Brennelementen, die in einem Reaktor
eingesetzt waren, verlangt höchste Sicherheitsvorkehrungen.
Durch die in den Brennstäben enthaltenen Spaltprodukte ist
die spezifische Aktivität und damit auch die Wärmeproduktion
außerordentlich hoch.
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Aus diesem Grund verwendet man zur Beförderung
von ausgedienten Brennstäben Typ-B-Versandstücke, eine so
genannte unfallsichere Verpackung. Der Transportbehälter ist
ein Stahlbehälter (CASTOR-Behälter), der außen mit
Kühlrippen oder Kühlstiften versehen ist. |
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- Bei der Wiederaufarbeitung fallen Spaltprodukte, Uran
und Plutonium an. Verfestigte Spaltprodukte können
in den gleichen Transportbehältern befördert werden
wie die ausgedienten Brennelemente. Für stark wärmeentwickelnde
Spaltprodukte sind Transportbehälter mit Zwangskühlung
entwickelt worden.
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