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| Generell sind einzelne CASTOR-Transporte neuerdings in das
Zentrum der energiepolitischen Auseinandersetzung gerückt, nicht
weil davon tatsächlich Gefahren ausgingen, sondern weil sie symbolisch
und stellvertretend für den Streit um die Kernenergie herhalten
müssen. |
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| Einen gefahrlosen Transport der ausgedienten Brennelemente und der
radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufbereitung im Ausland ins
Zwischenlager garantieren eine Vielzahl von organisatorischen, technischen
und personellen Maßnahmen. |
| Weltweit hat es seit über 40 Jahren keinen Transportunfall
mit radioaktiven Stoffen gegeben, der zu schwerwiegenden strahlenbedingten
Folgen geführt hätte. |
| Diese ausgezeichnete Sicherheitsbilanz ist zurückzuführen
auf die jeweils in das nationale Recht umgesetzten Empfehlungen der
Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) für die
sichere Beförderung radioaktiver Stoffe, die von Fachleuten aller
Mitgliedsländer erarbeitet wurden und regelmäßig weiterentwickelt
werden. |
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Neben der speziellen Konstruktion der Transportbehälter (CASTOR)
gibt es umfangreiche Kontrollen zur Einhaltung der Grenzwerte vom
Beladen der Behälter unter Wasser in den Kraftwerken bis zum
Eintreffen des Transports im Zwischenlager. Für die Bevölkerung
an der Transportstrecke sowie für das Begleitpersonal und die
begleitenden Polizisten besteht absolut keine Gefährdung. |
| Die Gesellschaft für Reaktorsicherheit des Bundesumweltministeriums
hat bestätigt, dass die Belastung des Begleitpersonals vergleichbar
ist mit der von Flugbegleitern oder Passagieren bei einem Transatlantikflug.
Für die Bevölkerung an einer Transportstrecke ist sie um
ein Vielfaches geringer. |
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Die Transporte von ausgedienten Brennelementen werden
im Wesentlichen auf der Schiene durchgeführt. Nur kurze Teilstrecken
werden mit dem Straßentransportfahrzeug zurückgelegt. Jedes
Jahr finden in Deutschland rund 70 bis 100 Transporte mit ausgedienten
Brennelementen statt. In den vergangenen Jahren wurden allein über
300 CASTOR-Behälter zum Zwischenlager nach Ahaus gebracht. |
Zum Transport und der Zwischenlagerung der Brennelemente sind eine
Vielzahl von Prüfungen notwendig. Dabei steht die Sicherheit
stets obenan. Unterschiedliche Institutionen prüfen und genehmigen
die zahlreichen Ablaufschritte:
- Transportgenehmigung nach dem Atomgesetz durch das Bundesamt
für Strahlenschutz
- Prüfung vor dem Beladen durch die Aufsichtsbehörde
des jeweiligen Kraftwerks und des Zwischenlagers
- Prüfung während und nach dem Beladen durch die Aufsichtsbehörde
des jeweiligen Kraftwerks und des Zwischenlagers und durch Inspektoren
der internationalen Kontrollbehörden IAEO und Euratom
- Zustimmung zum Abtransport durch das jeweilige Landesministerium
für Umwelt nach Prüfung der Belade- und Transportunterlagen
- Transport durch die Deutsche Bahn AG
- Einlagerung im Zwischenlager unter Aufsicht des Landesministeriums
für Umwelt
- Besonderes Augenmerk legt man auf die Überwachung und Reduzierung
möglicher Kontaminationen der Behälteroberfläche.
In den vergangenen Jahren wurden bei einigen Behältern, die
für Transporte zwischen Deutschland und den Wiederaufarbeitungsanlagen
in Cap de la Hague und Sellafield eingesetzt wurden, Überschreitungen
der Interventionswerte festgestellt.
- Besonders irritierend an den Messwerten war, dass alle Behälter
beim Verlassen der jeweiligen Kernkraftwerke keine erhöhten
Kontaminationen auf der Außenfläche aufwiesen. Die
Ursache für die unterschiedlichen Messwerte bei den Transporten
zu Beginn und am Ende der Versendung sind in der Beladung der
Behälter unter Wasser zu suchen: Bei diesem Vorgang haben
sich offensichtlich mikroskopisch kleine radioaktive Partikel
in Ritzen (Kühlrippen und Kühlstachel) oder in Schraubenlöchern
festgesetzt.
- Durch Transporterschütterung und Erwärmung der Behälter
traten diese Partikel aus und führten zu einer punktuellen
Kontamination an der Außenhaut der Behälter bzw. in
den Bodenwannen der Waggons. Die Behälter waren nachweislich
dicht.
- Obwohl sich weder für das Personal, das für die Abwicklung
der Transporte eingesetzt war, noch für die Bevölkerung
zusätzliche Strahlenexpositionen ergeben haben, werden in
Zukunft zusätzliche technische Maßnahmen durchgeführt,
die derartige Kontaminationen vermeiden.
- Ferner ist man bestrebt, ein lückenloses Informationssystem
aufzubauen, das eine kontinuierliche Überwachung der Transporte
erlaubt.
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