Brennelementlager Gorleben (BLG)


 
Zu einem sicheren Betrieb von Kernkraftwerken gehört auch eine sichere und umweltgerechte Entsorgung der Kraftwerke. Die Brennelementlager Gorleben GmbH (BLG) arbeitet hier in drei Teilbereichen:


Pilotkonditionierungsanlage (PKA)

Die Pilotkonditionierungsanlage steht für zukunftsorientierte Technik. Hier werden die erforderlichen Techniken weiterentwickelt, um ausgediente Brennelemente endlagergerecht zu behandeln und zu verpacken (konditionieren). Die direkte Endlagerung ausgedienter Brennelemente - nach einer Zwischenlagerzeit von einigen Jahrzehnten - ist der Entsorgungsweg, der in Deutschland größere Bedeutung erlangen wird. Hierfür ist die PKA ein entscheidender Baustein.

Darüber hinaus können in der als Mehrzweckanlage geplanten PKA weitere wichtige Aufgaben für die Entsorgung der deutschen Kernkraftwerke gelöst werden.

Transportbehälterlager

Ausgediente Brennelemente und Wärme entwickelnde Abfälle müssen für einen Zeitraum von einigen Jahrzehnten zwischengelagert werden, bevor sie später in ein Endlager aufgenommen werden können. Die Zwischenlagerung erfolgt in speziell für Transport und Langzeit-Zwischenlagerung entwickelten Großbehältern (z. B. CASTOR-Behältern).

Zur Aufbewahrung dieser Behälter betreibt die BLG das Transportbehälterlager. Die mehr als 7 000 m2 große und 20 m hohe Lagerhalle hat Platz für bis zu 420 Behälter. Alle Behälter sind während der gesamten Lagerzeit an ein Überwachungssystem angeschlossen, mit dem kontinuierlich ihre Dichtheit geprüft wird.

Abfalllager

Die Mengen von radioaktiven Betriebsabfällen konnten in der Kerntechnik bereits wesentlich verringert werden. Dennoch entstehen weiter Abfälle, nicht nur in Kernkraftwerken, sondern auch in Forschung, Medizin und anderen technischen Anwendungen. In den Kernkraftwerken sind es zum Beispiel Schrotte, Schutzkleidung oder Filtereinsätze.

Die vergleichsweise geringe Strahlung dieser Abfälle lässt sich leicht abschirmen und entwickelt praktisch keine Wärme. Vor ihrer Zwischenlagerung in Gorleben werden die Abfälle entweder an ihrem Entstehungsort oder in anderen dafür vorgesehenen Anlagen konditioniert, das heißt endlagergerecht in spezielle Behälter verpackt. Diese sind aus Stahl, Beton oder Gusseisen gefertigt und schließen den Abfall sicher ein.

Zur Aufbewahrung dieser Behälter dient das 4 500 m2 große und 5 m hohe Abfalllager der BLG.