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| Fusionsexperimente vom Typ Tokamak, Anfang der 50er-Jahre in der
Sowjetunion entwickelt, wurden bald weltweit zum führenden Experimenttyp
der Fusionsforschung. Schwerpunkt der Tokamak-Aktivitäten des
Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Garching
ist das Experiment ASDEX Upgrade. |
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Es ging 1990 in Betrieb, nachdem der Vorgänger ASDEX
nach zehnjähriger, überaus erfolgreicher Experimentierzeit
im gleichen Jahr stillgelegt worden war. ASDEX hatte das Ziel, mithilfe
von Divertoren saubere Plasmen zu erzeugen und die Bedeutung des Divertors
für ein zukünftiges Fusionskraftwerk zu prüfen. Tatsächlich
konnte das Experiment zeigen, dass ein Divertor das Plasma nicht nur
sauber halten kann, sondern auch zu einer bedeutenden Verbesserung
der Energieeinschlusszeiten führt. Der Nachfolger ASDEX Upgrade
untersucht nun den Divertor in einer Form, wie er auch bei ITER und
in einem Kraftwerk einsetzbar wäre. |
| Daneben beteiligt sich das IPP an dem Tokamak JET (Joint European
Torus), dem europäischen Gemeinschaftsexperiment im englischen
Culham. Mit JET ist das Institut über Aufgabenvereinbarungen
- vor allem auf den Gebieten Verunreinigungsphysik und Plasma-Wand-Wechselwirkung
- verbunden. Das IPP beherbergt darüber hinaus einen Teil der
ITER-Planungsgruppe, die in europäisch-amerikanisch-russisch-japanischer
Zusammenarbeit den JET-Nachfolger ITER (Internationaler Thermonuklearer
Experimentalreaktor) vorbereitet, und trägt umfangreich zu deren
Arbeiten bei. |
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