Wie könnte ein zukünftiges Fusionskraftwerk aussehen?


 
Bei einer Temperatur von 100 Millionen Grad wird das Plasma mit Brennstoffen versorgt und von den Wänden des Reaktors fern gehalten. Im brutfähigen Mantel reagieren die Neutronen mit Lithium, um Tritium herzustellen. Das Tritium wird gewonnen und dem Deuterium beigemischt, um dem Plasma als Treibstoff wieder zugeführt zu werden. Das Helium als heiße und eingeschlossene Asche der Fusion unterstützt die nachfolgenden Reaktionen, bevor es aus dem Vakuumgefäß abgesaugt wird. Die Reaktionsenergie wird im Mantel und der ersten Wand als Wärme gewonnen und wie in einem herkömmlichen Kraftwerk in Elektrizität umgewandelt.


Bevor Fusionskraftwerke kommerziell eingesetzt werden können, müssen noch einige schwierige technische Fragen geklärt werden:
  • der sichere Einschluss des radioaktiven Tritiums

  • die Rückführung unverbrannten Brennstoffs

  • der Bau großer supraleitender Magnete mit hohen Kräften und Feldstärken, um das brennende Plasma einzuschließen

  • die Aufheizung des kalten Brennstoffs bis zur Zündung durch Mikrowelleneinstrahlung

  • die Erzeugung von Tritium aus Lithium durch Neutronenbeschuss

  • die Umwandlung von Fusionsenergie in Wärme

  • die Entwicklung strahlungsbeständiger Werkstoffe für die Reaktorwand