Gegendruck-Heizkraftwerke


 
Gegendruck-Heizkraftwerke kommen überwiegend im industriellen Bereich zum Einsatz, wo ein ganzjähriger und weitgehend gleich bleibender Bedarf an Nutzwärme und Strom besteht.

Hier ist die Turbine so ausgelegt, dass der Dampf am Turbinenende noch über genügend hohe Temperatur verfügt, um ihn für Wärmeanwendungen nutzbar zu machen.

Dazu wird der Dampf nicht völlig entspannt, sondern bei einigen Bar "Gegendruck" gehalten. Der Abdampf der Turbine wird einem Wärmetauscher zugeführt, dem so genannten Heizkondensator, der über ein Fernwärme-Rohrsystem mit den Verbrauchern verbunden ist. Die herkömmliche Kondensatorkühlung für den Dampfturbinenprozess kann entfallen.

Strom- und Wärmeproduktion sind starr miteinander gekoppelt. Bei konventioneller Technik wird die eingesetzte Primärenergie zu etwa 80 bis 85 % genutzt.