Blockheizkraftwerke


 
Blockheizkraftwerke werden mit Otto- oder Dieselmotoren betrieben. Als Brennstoff dient heute vornehmlich Erdgas, teilweise leichtes Heizöl, in besonderen Fällen auch Deponiegas oder Faulgas.

Blockheizkraftwerke arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugen sowohl Strom als auch Wärme. Der Verbrennungsmotor treibt einen Generator zur Stromerzeugung an.

Die bei der Verbrennung in den Zylindern des Motors entstehende Wärme kann auf zwei Wegen genutzt werden. Zum Teil wird sie an das Kühlwasser und das Schmieröl abgegeben. Das Kühlwasser und das Schmieröl besitzen ein Temperaturniveau von 80 bis 90 °C. Weitere Wärme ist aber auch in den Abgasen enthalten. Diese haben weitaus höhere Temperaturen. Dadurch wäre es auch möglich, höhere Temperaturen für die Nutzwärme zu erzielen. Doch der technische Aufwand für zwei getrennte Wärmetauscher ist meist zu hoch.

Im Allgemeinen wird daher mit nur einem Wärmekreislauf die Wärme von Kühlwasser, Schmieröl und Abgasen genutzt und Heizwasser auf einem Niveau von ca. 90 °C erzeugt. Dabei ist eine starre Kopplung von Strom- und Wärmeproduktion gegeben. Blockheizkraftwerke sind daher, ähnlich wie Gegendruck-Heizkraftwerke, nur bei gleichzeitigem Wärme- und Strombedarf sowie bei gleichzeitiger hoher Benutzungsdauer sinnvoll.

Das trifft beispielsweise in Krankenhäusern, Hallen- und Schwimmbädern sowie in verschiedenen Gewerbe- und Industriebetrieben zu. Hier können insgesamt über 80 % der eingesetzten Brennstoffenergie genutzt werden.

Um einen wirtschaftlichen Betrieb durch hohe Laufzeiten zu erzielen, sollten Blockheizkraftwerke so ausgelegt werden, dass der Motor die Wärmegrundlast abdeckt und die Spitzenleistung durch einen zusätzlichen Heizkessel bereitgestellt wird. Das garantiert auch eine möglichst schonende und gleichmäßige Fahrweise des Motors.