| |
| Die Kaplan-Turbine wurde 1913 vom österreichischen
Ingenieur Viktor Kaplan entwickelt. Sie eignet sich besonders
für Flüsse, bei denen große Wassermengen bei geringem Gefälle zur
Verfügung stehen. |
|
|
Vertikal eingebaute Kaplan-Turbinen
werden in Flusskraftwerken für Fallhöhen bis maximal 65 m eingesetzt.
Das Laufrad der Kaplan-Turbine ist einem Schiffspropeller ähnlich.
Durch dessen verstellbare Schaufeln strömen die Wassermassen und treiben
die Turbine an. Der Leitapparat der Kaplan-Turbine besteht
aus jalousieartigen Lamellen. Er hat die Aufgabe, die einströmenden
Wassermassen so zu lenken, dass sie parallel zur Turbinenwelle auf
die Schaufeln des Laufrades treffen. Die Schaufeln werden mit Servomotoren
gesteuert. Verstellbar sind sowohl die Schaufeln des Leitapparats
als auch die Schaufeln des Laufrades. Sie werden den Schwankungen
der Wasserführung und des Gefälles angepasst. |
| Je nach Einsatzbereich werden Kaplan-Turbinen
mit drei bis sechs Laufradschaufeln gebaut. Große Kaplan-Turbinen
sind vorwiegend vertikal eingebaut, sodass das Wasser von oben nach
unten durchströmt. Kaplan-Turbinen laufen äußerst schnell und haben
einen Wirkungsgrad bis zu 95 %. |
|
|