Die Solarzelle


 
Eine etwa 10 × 10 cm große Siliziumfläche besteht, analog zur Halbleiter-Diode, aus zwei unterschiedlich dotierten Schichten, aus einer n-Schicht und einer p-Schicht. Durch ein internes elektrisches Feld werden die Ladungspaare getrennt.


An der Grenzschicht zwischen der n-Schicht und der p-Schicht entsteht ein Gleichgewichtszustand, bei dem zwischen den Raumladungen eine Diffusionsspannung herrscht. Beide Schichten werden mit Leitern verbunden, über die die Gleichspannung an der Solarzelle abgegriffen werden kann.

An der unteren Fläche befindet sich eine durchgehende Metallschicht. Die Oberfläche ist mit einer "Antireflexschicht" versehen, die dafür sorgt, dass möglichst viel Licht in den Halbleiter eindringt. Er verleiht der Solarzelle das typische dunkel- bis schwarzblaue Aussehen, ein Zeichen dafür, dass wenig Licht reflektiert wird.

Da der größte Teil der Strahlungsenergie der Sonne durch Licht des Wellenlängenbereichs zwischen 0,3 mm und 1,4 mm transportiert wird, können wesentliche Teile des Sonnenspektrums durch die Siliziumsolarzelle genutzt werden. Da durch Wolken der infrarote Bereich des Sonnenspektrums sehr viel weniger als der sichtbare Bereich geschwächt wird, erzeugen Siliziumsolarzellen auch noch bei leicht bedecktem Himmel elektrische Energie.

Derzeit werden weltweit drei Typen von Solarzellen hergestellt:

Monokristalline Zellen sind am aufwendigsten in der Produktion, weisen aber auch den höchsten Wirkungsgrad mit Werten von 12 bis 16 % auf. Im Laborbetrieb wird bereits ein Wirkungsgrad von 24 % erzielt.

Polykristalline Zellen wandeln die eingestrahlte Energie zu etwa 11 bis 14 % in Strom um.

Bei amorphen Zellen wird das Halbleitermaterial in einer Dicke von nur einem tausendstel Millimeter auf das Trägermaterial aus Glas oder Kunststoff aufgedampft.

Sie sind am billigsten in der Herstellung, können allerdings nur einen geringen Teil der eingestrahlten Sonnenenergie umsetzen. Ihr Wirkungsgrad liegt zwischen 2 und 6 %, der Rest der eingestrahlten Energie wird, wie auch bei den beiden anderen Typen, als Verlust in Form von Wärmestrahlung und Konvektion an die Umgebung abgegeben.

Der Rohstoff für die Produktion von Siliziumsolarzellen ist Quarz. Für die meisten Siliziumzellen werden aus der Quarzschmelze zylinderförmige Einkristalle gezogen.