Wirtschaftlichkeit


 
Die durchschnittliche Nennleistung eines 1 m2 großen kristallinen Solarpaneels liegt in unseren Breiten bei 100 W.

Damit können pro Jahr rund 70 kWh elektrische Energie gewonnen werden. Um den Strombedarf eines Durchschnittshaushaltes von 4 000 kWh/Jahr mittels Photovoltaik erzeugen zu können, muss eine Anlage von mindestens 6 kW Leistung installiert werden, also etwa 60 Quadratmeter Solarpaneele.


Die Sonneneinstrahlung ist nicht an allen Orten gleich groß. Sie ist von den geographischen Gegebenheiten und den Höhenlagen abhängig. So kann beispielsweise an nebelfreien Standorten in mehr als 1 000 m Seehöhe auch im Winter ein großer Energieertrag erzielt werden.

Will man eine Photovoltaikanlage errichten, muss man also wissen, wie viel Sonnenenergie man am vorgesehenen Standort zur Verfügung hat. In unseren Breiten lässt sich der maximale Stromertrag dann erzielen, wenn die Solarmodule nach Süden ausgerichtet sind und der Neigungswinkel zur Horizontalen etwa 30° beträgt.

In der Praxis sind aber nicht alle Dächer und Fassaden nach Süden orientiert und haben auch nicht den optimalen Neigungswinkel.

Außerdem stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage. Mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1 Kilowatt können pro Jahr rund 1 000 kWh Strom erzeugt werden und 200 bis 250 Mark an Stromkosten eingespart werden.

Unter Berücksichtigung aller Kosten kommt die Kilowattstunde aus einer Photovoltaikanlage damit rund sechs- bis siebenmal teurer als die Kilowattstunde aus der "Steckdose".

Mit größeren Stückzahlen werden in Zukunft die Anlagekosten und somit die Kilowattstunde Solarenergie billiger werden. Generell kann man sagen, dass der Einsatz Strom sparender Geräte sich auf jeden Fall besser rechnet als die Eigenproduktion von Strom aus Photovoltaikanlagen.

Allerdings sind heute netzunabhängige Anlagen, etwa auf Berghütten, schon im Bereich der Wirtschaftlichkeit. Denn dort fallen hohe Kosten für die Stromzuleitung aus dem öffentlichen Netz an, falls dies überhaupt möglich ist, oder es müssen umweltbelastende Dieselaggregate zur Stromerzeugung verwendet werden.

Sehr oft wird auch die Frage gestellt, ob man nicht mehr Energie in die Produktion der Solarmodule hineinsteckt, als dann während der Lebensdauer der Module gewonnen werden kann.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Solarkraftwerke aus monokristallinen Modulen in 85 Monaten energetisch amortisieren. Bei günstigen Produktionsbedingungen wären auch 50 Monate erreichbar, bei amorphen Zellen sogar nur mehr 30 Monate.