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Der Planer von thermischen und photovoltaischen Solaranlagen
muss wissen, wie viel Sonnenenergie am vorgesehenen Anlagenstandort
zur Verfügung steht. Globalstrahlungsmessungen werden von den
Wetterstationen immer in der horizontalen Ebene durchgeführt.
Es handelt sich hier um die Mittelwerte von langjährigen Messperioden.
Die tatsächlich gemessenen Werte einzelner Monate können
um bis zu ± 50 % vom langjährigen Mittel abweichen. Die
nebelfreien Zonen über 1 000 m sind im Winter eindeutig bevorzugt. |
| Zwischen der Höhenlage eines Standortes und der Globalstrahlungssumme
besteht also ein eindeutiger Zusammenhang. Für das "Lastmanagement"
bei der Stromaufbringung wirkt sich die relativ hohe Energielieferung
der alpinen Photovoltaikanlagen in den Wintermonaten günstig
aus. In den nebelfreien Standorten in mehr als 1 000 m Seehöhe
kann auch im Winter ein größerer Energieertrag erzielt
werden. |
| Der Neigungswinkel von Paneelen darf von 8° bis 53°
variiert werden. Der maximale Ertrag wird erreicht, wenn die Module
nach Süden ausgerichtet sind. Die Orientierung darf zwischen
Südost und Südwest verändert werden, ohne dass der
Stromertrag um mehr als 5 % absinkt (Neigungswinkel 30°). |
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Alle Winkelabweichungen führen zu Ertragsreduzierungen,
die sich aber nicht gravierend auswirken. Bei Standorten mit häufigem
Morgennebel oder Horizontüberhöhung im Osten kann eine Verdrehung
der Solarmodule nach Westen sinnvoll sein. Je flacher die Module montiert
werden, umso länger dauert es, bis der Schnee abrutscht. Das
Winteroptimum liegt bei Neigungswinkeln zwischen 50° und 70°.
Eine monatliche Verstellung des Neigungswinkels bringt etwa 6 % Mehrertrag,
verursacht aber einen Zeitaufwand. Einachsige und zweiachsige Nachführsysteme
können die Stromlieferung um 25 bis 30 % erhöhen. Der Zusatzaufwand
an Elektronik und Mechanik verursacht jedoch weitere Kosten. |
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