Der Kollektor


 
Einfache Absorber, bei denen man sogar auf die Glasscheibe verzichtet, werden Schwimmbadabsorber genannt und erreichen unter sommerlichen Bedingungen Wirkungsgrade bis 45 %. Da diese Schwimmbadabsorber aus Kunststoff sind, nennt man sie auch Kunststoffabsorber.

An kalten Tagen sind solche offenen Systeme nicht sehr wirkungsvoll, da der Absorber an die ihn umgebende kalte Luft einen Großteil seiner gespeicherten Wärme wieder abgibt.
Zugleich erhöht sich die Rückstrahlung.

Jeder gute Absorber ist auch ein guter Wärmestrahler. Mit zunehmender Temperaturdifferenz zwischen Absorber und Außenluft sinkt der Wirkungsgrad praktisch auf null. Um diese Verluste erheblich zu verringern, schließt man den Absorber, der von einer Soleflüssigkeit durchströmt wird, in eine Art Vitrine mit Glasabdeckung ein, die an der Rückseite mit einer Wärmedämmung versehen ist.

Das Ergebnis sind Flachkollektoren, die in südlichen Ländern auf jedem zweiten Dach stehen und auch bei uns immer häufiger zu sehen sind.

Flachkollektoren nehmen am meisten Energie auf, wenn die Sonne senkrecht einstrahlt. Am besten wäre daher eine Sonnennachführung, die in der Praxis aber meist zu aufwendig ist. Da Flachkollektoren aber auch das diffuse Licht verwenden, das in der Atmosphäre und der Erdoberfläche entsteht, begnügt man sich damit, sie starr, möglichst in Südrichtung, und unter einem Winkel von etwa 45° zu montieren.

Die Temperatur im Inneren eines Kollektors kann Höchstwerte zwischen 120 und 200 °C erreichen.