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Wind ist bewegte Luft. Da die Erdoberfläche durch
Sonneneinstrahlung nicht überall gleich erwärmt wird, entstehen
Temperaturunterschiede und dadurch Druckunterschiede
in der Atmosphäre. Diese Druckunterschiede müssen ausgeglichen
werden. Die Luft strömt von Gebieten mit höherem Luftdruck,
einem Hoch, zu denen geringeren Luftdrucks, einem Tief. Je größer
dieser Druckunterschied ist, desto heftiger strömt der Wind.
Wenn beispielsweise die Sonne tagsüber auf eine Landoberfläche
scheint, wird die Luft dort schneller erwärmt als über einer
Wasseroberfläche. Die Warmluft dehnt sich aus und steigt daher
nach oben. Vom Meer strömt nun kühlere Luft als Seewind
in diesen frei werdenden Raum nach. In der Nacht kühlt die Luft
über dem Meer langsamer ab als über dem Land und steigt
auf. Die Luft über dem Land verdichtet sich und strömt als
Landwind in Seerichtung. |
| Windverhältnisse können je nach Gegend sehr verschieden
sein. Am Äquator ist die Einwirkung der Sonnenstrahlen wesentlich
stärker als an den Polen. |
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In Mitteleuropa herrschen Winde vom Atlantik vor. Am ergiebigsten
sind sie auf offener See oder an der Küste. Landeinwärts
nimmt die Windgeschwindigkeit generell ab. Im Einzelfall können
die Windgeschwindigkeiten recht verschieden sein. Sie sind abhängig
von der Höhe über dem Meer sowie von Geländeform, Bebauung,
Bewuchs usw. |
| Aber auch in der Ebene nimmt die Windgeschwindigkeit
mit zunehmendem Abstand vom Erdboden zu. Aus diesem Grund werden heute
die Rotoren von Windkraftanlagen meist auf hohen Türmen montiert.
So kann beispielsweise die Windgeschwindigkeit in 50 Metern Höhe
den nahezu doppelten Wert besitzen, was einer Leistungssteigerung
auf das Achtfache entspricht. |
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Das Windangebot ist weltweit sehr unterschiedlich. Die Zentren
der Kontinente Südamerika, Afrika und Asien sind sehr windarm,
die Windgeschwindigkeiten liegen dort bei weniger als 13 Kilometern
pro Stunde. In Richtung der Küsten der Kontinente nimmt die Windgeschwindigkeit
in der Regel zu. |
Ortsabhängig beträgt sie zwischen 13 und 20 Kilometern
pro Stunde. An den Küsten sowie den Meeren ist das Windaufkommen
am stärksten. Die Windgeschwindigkeiten betragen im Mittel bis
zu 30 Kilometer pro Stunde.
Windkraftanlagen sind natürlich in den windstarken Gegenden
am wirkungsvollsten. In Kalifornien und an der Nordseeküste stehen
heute bereits riesige Windparks. Auf der Suche nach alternativen Energieformen
werden heute aber weltweit an verschiedensten Standorten Windkraftanlagen
unterschiedlichster Größe gebaut.
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