Anlagen mit horizontaler Achse


 
Die meisten der heute errichteten Windkonverter sind Anlagen, bei denen die Rotorwelle waagerecht auf einem Turm installiert ist wie bei den alten klassischen Windmühlen. Der Turm, an dessen Spitze sich Rotor und Maschinengondel eines Horizontalachskonverters befinden, ist ein wesentlicher Bestandteil der gesamten Anlage. Wegen der Festigkeit werden heute als Baumaterialien ausschließlich Stahl oder Beton verwendet.
Die einfachste und zugleich preisgünstigste Konstruktion besteht aus fachwerkähnlichem Stahlgitter, das sich für Turmhöhen bis zu 30 Metern eignet.

Überwiegend haben sich frei stehende Stahlrohrtürme durchgesetzt, die aus vorgefertigten Rohren am Aufstellungsort zusammengebaut werden. Sehr hohe Türme werden zusätzlich durch Abspannseile gesichert.

Am aufwendigsten sind Turmkonstruktionen aus Stahlbeton. Ihr Vorteil liegt in der großen Festigkeit und im beherrschbaren Schwingungsverhalten. Außerdem sind die Laufgeräusche bei Betontürmen am geringsten.

An der Spitze des Turmes befindet sich der Turmkopf, auch "Gondel" genannt. Er ist mitsamt dem Rotor um 360 Grad drehbar.