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Windkraftanlagen stoßen bei Teilen der Bevölkerung
inzwischen aber auch auf Widerstand. Während Windgeneratoren
noch vor Jahren als umweltfreundliche Stromproduzenten schlechthin
galten, ruft der zunehmende Ausbau der Windkraft nun aber bereits
negative Stimmung hervor. Belästigung durch Laufgeräusche,
Lichteffekte der Rotoren, Befürchtung ungünstiger
Einflüsse auf die Vogelwelt sowie die Beeinträchtigung
des Landschaftsbildes sind die Gründe. |
Andererseits verursacht Wind weder Abgase noch Schadstoffe.
Alte Anlagen können problemlos abgebaut und wieder verwertet
werden. Das Lebensalter von Windkraftanlagen liegt heute bei maximal
25 Jahren, während Wasserkraftwerke älter als 100 Jahre
werden.
Risiko des Rotorbruchs
Das Abreißen eines Rotorblattes kommt zwar sehr selten vor,
kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Als Ursache
wäre unkontrolliertes Überdrehen des Rotors bei zu hoher
Windgeschwindigkeit oder Materialermüdung denkbar. Die Flugbahn
abgebrochener Rotorteile lässt sich zwar nicht exakt vorausbestimmen,
folgt aber physikalischen Gesetzen. Die Gefahr für Menschen ist
bei den üblichen Freilandstandorten sehr gering. |
Geräuschemissionen
Windkraftanlagen arbeiten nicht völlig geräuschfrei.
Konstruktionsbedingt können sie mehr oder minder laute Schallemissionen
verursachen. |
| Diese Geräuschemissionen entstehen entweder durch aerodynamische
Geräusche, das sind Luftströmungen um die Rotorblätter,
oder durch Laufgeräusche von Maschinen in der Rotorgondel. Die
aerodynamischen Geräusche können durch besondere Maßnahmen
bei der Profilierung der Rotorblätter reduziert werden. Bei Anlagen
in direkter Nähe von Wohngebieten oder in der Nacht lässt
sich durch Herabsetzen der Rotordrehzahl eine Lärmverminderung
erzielen. |
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Gefahren für die Vogelwelt
Die Befürchtung, dass Vögel durch Rotoren verletzt werden
könnten, haben sich weitgehend als unbegründet erwiesen.
Offenbar können Vögel die Rotorblätter als Hindernisse
erkennen und ihnen ausweichen. Zugvögel zeigen zum Teil ausgeprägte
Richtungsänderungen. |
Störung des Funk- und Fernsehempfangs
Windkraftanlagen stören die Übertragung von elektromagnetischen
Wellen. Im Bereich von Richtfunkstrecken dürfen solche Anlagen
daher nicht errichtet werden. Die Störung des Fernsehempfangs
lässt sich durch einfache technische Maßnahmen beheben.
Eine bessere Ausrichtung der Antenne schafft oft Abhilfe. |
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