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| Was versteht man genau unter Biomasse? Die Abkürzung
"Bio" steht seit einigen Jahren als Synonym für
alles, was gesund, gut und wertvoll ist. Leider wird mit diesem emotionalen
Begriff manchmal auch Missbrauch getrieben. Die tatsächliche
Bedeutung des griechischen Wortes "bios" ist Leben. |
Unter dem Begriff Biomasse lassen sich alle pflanzlichen Substanzen
und die aus ihrer Nutzung entstehenden Abfälle zusammenfassen.
Dies sind im Wesentlichen Holz, Stroh, Gräser, Getreidepflanzen,
zucker- und ölhaltige Pflanzen sowie menschliche und tierische
Exkremente, Haus-, Gewerbe- und Industrieabfälle organischen
Ursprungs sowie Papier.
Biomasse ist in chemischer Form gespeicherte Sonnenenergie.
Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne ist
sie aber nicht uneingeschränkt erneuerbar, da Pflanzen nur langsam
nachwachsen. |
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Jährlich werden nach heutigem Wissensstand rund 150 Milliarden
Tonnen Biomasse am Festland gebildet. Diese sind zu 99 % pflanzlichen
Ursprungs. Diese ungeheure Menge stellt ein enormes Energiepotenzial
dar. Es muss nur gelingen, es unter wirtschaftlich und ökologisch
vertretbaren Rahmenbedingungen zu nutzen. |
| Betrachtet man den Energiegehalt der jährlich gebildeten
Biomasse, so reicht er aus, den derzeitigen Weltenergiebedarf von
knapp 12 Milliarden Tonnen Steinkohleeinheiten zu decken. Dieser Bedarf
wird derzeit zu fast 80 % fossil gedeckt. |
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