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Für den Einsatz als Festbrennstoffe eignen sich verschiedene
Energiepflanzen. Am weitesten verbreitet ist die Verbrennung von Holz
und verschiedenen Holzabfällen, wie Rinde oder Sägespänen.
Dieses Restholz fällt z. B. bei Baumfällarbeiten, Holzbearbeitung
in Sägewerken und Tischlereien sowie bei der Papiererzeugung
an. |
| In letzter Zeit werden laufend neue Technologien für die Verfeuerung
solcher Produkte entwickelt, wie etwa die Verbrennung von Hackschnitzeln.
Sie werden vor allem dort verfeuert, wo sie in unmittelbarer Umgebung
anfallen. Hackschnitzelfeuerungsanlagen werden aber auch in kleineren
Gemeinden zur Versorgung mit Fernwärme verwendet. |
| In Stadthaushalten ist es allerdings oft schwierig, Festbrennstoffe
aus Biomasse zu verbrennen, da es an den nötigen Lagerräumen
fehlt. Heute werden aber bereits vielfach Holzabfälle zu Pellets
oder "Holzbriketts" verpresst. Das sind zylindrische
Stäbchen mit einem Durchmesser von 6 Millimetern und einer Länge
von 10 bis 25 Millimetern. Deren Heizwert beträgt ca. 5 Kilowattstunden
oder 18 Megajoule pro Kilogramm. |
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Zum Vergleich: 2 Kilogramm Pellets entsprechen etwa einem Liter
Öl. Der Platzbedarf für die Lagerung ist aber wesentlich
größer als der für Öl. Allerdings können
Pellets nur in speziellen Öfen verbrannt werden.
Vielfach werden auch landwirtschaftliche Reststoffe, wie Stroh, Schilf,
seltener Tropengräser, zur Energiegewinnung verwendet. |
| Rund um die Erde gehören Wälder und Forste neben der Wasserkraft
zu den am längsten genutzten Energielieferanten. Erst die Verwendung
von Steinkohle zu Beginn des 19. Jahrhunderts lief vorerst in Mitteleuropa,
später in allen Industrieländern dem Holz den Rang ab. Erdöl
und elektrischer Strom folgten. Man darf aber die Bedeutung von Holz
zur Energieversorgung nicht unterschätzen. Entwicklungsländer
decken in großem Maße zumindest die individuell gebrauchte
Energie mit Holz ab. |
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Der übermäßige Einsatz von Holz als Brennstoff ist
eine ökologisch bedenkliche Sache, vor allem dort, wo das Klima
nur ein langsames Nachwachsen der Bäume erlaubt. Damit wird einer
Entwaldung Vorschub geleistet und die Abholzungen führen zu einer
Verringerung der Kohlendioxidbindung und zu großflächigen
Erosionen. |
| Etwa ¼ der Landfläche der Erde ist mit Wald bedeckt.
Nur 4 % der Waldbestände liegen in Europa. Mit einem Anteil von
90 % sind die Wälder der mit Abstand größte Biomasseproduzent
(rund 135 Milliarden Tonnen pro Jahr). Außerdem sind sie die
größten CO2-Verbraucher und neben den Weltmeeren
Klimaregulator Nummer 1. |
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| Theoretisch steht der Menschheit mit diesen Wäldern eine nahezu
unerschöpfliche Energie- und Rohstoffquelle zur Verfügung
- aber nur dann, wenn es gelingt, die technischen, wirtschaftlichen
und vor allem politischen Voraussetzungen dafür zu schaffen,
den Waldbestand zu erhalten. Im Moment ist man davon weit entfernt.
Jahr für Jahr werden riesige Waldflächen durch Brandrodung
vernichtet, um Acker- und Bauland zu schaffen. |
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Regional werden ganze Landstriche abgeholzt, ohne dass wieder aufgeforstet
wird. Dabei bietet der Wald eine wirkliche Chance, den Gefahren der
CO2-Emissionen wirksam entgegenzutreten. Es wäre durchaus
realisierbar, riesige Landflächen in Steppen und Tundragebieten neu
aufzuforsten und damit eine zusätzliche CO2-Senke zu schaffen. |
Holz ist außerdem kein Reinstoff, sondern es
enthält neben Zellulose und Lignin auch noch Eiweiß, Phosphor,
Kalium und Chlor. Es mögen dies im trockenen Holz nur Spuren
sein, sie sind aber dennoch ausreichend, um die Abgase der Holzverbrennung
nicht unbedenklich erscheinen zu lassen. Scheinbar trockenes Holz
enthält immer noch 15 bis 20 % Wasser.
Bei der Verbrennung von Holz entstehen, je nach Temperatur und Ofentechnik,
ganz unterschiedliche Verbindungen. Bei 100 °C entweicht Wasser, bei
170 °C bilden sich Schwelgase, darunter Aceton, Phenol und Kohlenmonoxid,
bei höheren Temperaturen Harze und Teere. Bei 450 °C gehen die letzten
Verbindungen in den gasförmigen Zustand über.
Die Verbrennung von Holz ergibt
bei Sauerstoffüberschuss: 1 % Asche, 99 % Kohlendioxid und Wasser;
bei Sauerstoffmangel: 1 % Asche, 99 % Kohlendioxid, Wasser, Kohlenmonoxid,
Wasserstoff;
ohne Sauerstoff: 35 % Holzkohle und Asche, 35 % Teer und Schwelstoffe,
30 % Kohlenmonoxid und Kohlendioxid.
1 kg Holz benötigt beim Verbrennen 4,3 m3 Luft; dabei
entstehen 5,6 m3 brennbares Gas. |
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Sicherlich ist das Heizen mit Holz nicht CO2-neutral,
wie oft medienwirksam behauptet wird. Das beim Verbrennen eines Baumes
freigesetzte CO2 wird zwar wieder durch Photosynthese vom
Wald aufgenommen, das dauert aber 70 bis 100 Jahre lang. |
| In den Wäldern fallen beträchtliche Mengen
von Waldrestholz an. Dessen Nutzung kann nur wirtschaftlich sein,
wenn Holzstämme an zentralen Waldplätzen entastet werden.
Da der jährliche Holzertrag stark angewachsen ist, entstehen
umfangreiche Mengen an Waldrestholz. In Holz verarbeitenden Betrieben
fallen zwischen 30 und 70 % des Ausgangsholzes an Restholz an. |
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| Darüber hinaus ist mit einem steigenden Aufkommen an Abbruchholz
und Holzmüll zu rechnen. Die Weiterverarbeitung dieses Holzes,
etwa in der Papierindustrie oder bei der Spanplattenherstellung, ist
Stand der Technik. |
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Konzepte zur energetischen Verwendung von Rest- und Abfallholz erstrecken
sich gegenwärtig vor allem auf den Bau und Betrieb von industriellen
Heizwerken oder Heizkraftwerken, vorwiegend direkt auf den Betriebsflächen
der Holz verarbeitenden Betriebe. |
| Da diese Betriebe häufig Wärme und Strom gleichzeitig
benötigen, werden auch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gebaut.
Als wirtschaftlichste Lösung erweist sich die unmittelbare Verbrennung
von Restholz in Kesseln. Eine technisch ausgereifte Verbrennungstechnik
ist die Hackschnitzelfeuerung. |
| Landwirtschaftliche Reststoffe (Stroh,
Energiepflanzen, Schilf und Tropengräser) |
| Die Nutzung von Stroh zur Energiegewinnung und die Variationen
mit Schilf, Tropengräsern, wie Zuckerrohr, Bastgras und Elefantengras,
unterscheidet sich nicht von der des Holzes. Nur die Technik des Verbrennens,
die notwendigen großvolumigen Heizanlagen und der große
Aschenanfall erschweren die Nutzung. |
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| Obwohl das Verbrennen auf den Feldern verboten wurde und das Streuen
von Stroh in Ställen immer weniger Bedeutung hat, gibt es relativ
wenige Heizanlagen für landwirtschaftliche Reststoffe. |
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Energiewald
Eine interessante Möglichkeit der Energiegewinnung ist die
Nutzung schnell wachsender Hölzer. Der Energiewald ist ein nachwachsender
Primärenergieträger und weltweit ein völlig neues Energiesystem,
unter anderem gefördert von der Europäischen Union.
Pappel- und Weidenstecklinge werden auf stillgelegten landwirtschaftlichen
Nutzflächen angebaut. |
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Diese Flächen müssen nicht gedüngt werden, da das
abgefallene Laub zwischen den Bäumen am Boden bleibt und dort
vermodert. Außerdem wird zusätzlicher ökologischer
Lebensraum für viele Tiere geschaffen. Nach drei bis fünf
Jahren sind die Bäume bereits so groß, dass sie geschnitten
und unmittelbar zu Hackschnitzeln verarbeitet werden können. |
Je nach Bodenqualität können pro Hektar bis
zu 15 Tonnen Trockensubstanz an Jahreszuwachs erreicht werden. Energiewald
wächst durch Stockausschläge 30 bis 50 Jahre nach. Das ergibt
eine bis zu 10-malige Ernte mit nur einem Steckling.
Mit speziellen Maschinen können die Anbauflächen für
Energiewald jederzeit wieder in Anbauflächen für andere
Produkte, wie zum Beispiel Getreide, rückgeführt werden. |
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