Wärme aus der Tiefe


 
Die allgemeine Energiediskussion hat das Augenmerk der Forschung auch auf die Erdwärme gelenkt. Erdwärme ist die einzige Form erneuerbarer Energie, die weder direkt noch indirekt von der Sonneneinstrahlung gespeist wird.

Das Wärmepotenzial der Erde wird auf zwei Bereiche zurückgeführt: einerseits auf die Ursprungswärme, die von der Entstehung der Erde vor 4,5 Milliarden Jahren herrührt, andererseits auf die wesentlich bedeutendere Wärmeentwicklung im Erdinneren durch den Zerfall radioaktiver Elemente.

Die Erde ist der Forschung direkt nur an der äußeren Oberfläche zugänglich. Der heutige Stand der Bohrtechnik gestattet einen Einblick bis in eine Tiefe von rund 10 Kilometern. Bei einer Entfernung des Erdmittelpunkts von der Erdoberfläche von 6 370 Kilometern sind dies jedoch nur Nadelstiche. Über die Beschaffenheit tieferer Schichten geben physikalische Untersuchungen, vor allem Untersuchungen der Erdbebenwellen, ziemlich genaue Aufschlüsse.

Demzufolge ist die Erde schalenartig aufgebaut. Es werden im Allgemeinen vier Zonen unterschieden:

die feste Erdkruste,
der feste Erdmantel,
der flüssige Erdkern
der wahrscheinlich feste innere Erdkern.