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Vulkanismus oder oberflächennahes Magma sind
die Energiequellen bei den meisten geothermischen Anlagen. Die Nutzung
erfolgt über das Wasser, das von Felsen in Vulkangebieten aufgeheizt
wird. Entweder wird das heiße Wasser als solches genutzt oder
es wird zur Gewinnung von elektrischem Strom verwendet. |
Verglichen mit anderen regenerativen Energieformen, wie Wasser,
Wind und Sonne, ist die Geothermie keinen meteorologischen Schwankungen
unterworfen, sondern stellt ihr Angebot gleichmäßig und
verlässlich zur Verfügung. Aus diesem Grund werden seitens
der Forschung, von Anlagenbauern und nicht zuletzt von der Fernwärmeversorgung
berechtigte Hoffnungen in die Geothermie gesetzt. Das Energieangebot
der Geothermie ist theoretisch unerschöpflich. Der rationellen
Energiegewinnung sind derzeit allerdings noch Grenzen gesetzt.
Man unterscheidet zwischen Wärmequellen, die auf natürlichem
Weg auf die Erdoberfläche treten, und solchen, die mit bohrtechnischen
Verfahren künstlich genützt werden können. Geothermische
Systeme lassen sich in vier Kategorien unterteilen: |
- Thermalwasserfelder sind warmes Wasser in Form von Thermalquellen.
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- Nassdampffelder stoßen ein Wasser-Dampf-Gemisch
aus.
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- Heißdampffelder liefern trockenen, häufig
überhitzten Dampf,
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- und geokomprimierte Heißwassersysteme sind unter
hohem Druck stehende unterirdische Heißwasservorkommen.
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Thermalwasserfelder liefern warmes Wasser mit Temperaturen
unter 100 °C, das in Form von warmen Quellen entweder allein an
die Erdoberfläche tritt oder mittels spezieller Pumpen gefördert
werden kann. |
| Je nach chemischer Zusammensetzung und Anreicherung mit Mineralstoffen
und Salzen wird dem Thermalwasser heilende Wirkung zugesprochen. Es
wird seit vielen Jahrhunderten in Heilbädern verwendet. |
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Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Kurorte, die wegen ihres
Thermalwassers von vielen Gästen und Patienten besucht werden. |
| Nassdampffelder stoßen ein Wasser-Dampf-Gemisch aus, das
aggressive Mineralsalze enthalten kann. Die Temperaturen betragen
weit mehr als 100 °C. Sie können auf verschiedenen Wegen
an die Oberfläche gelangen. Durch Risse und Spalten tritt der
Wasserdampf auf natürliche Weise aus dem Erdboden und manchmal
scheint es so, als ob ganze Landstriche dampfen. |
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| Wenn große Mengen Wasserdampf aus dem Erdinneren austreten,
sammelt er sich als heißes Wasser in Mulden und Becken, wo das
oft schlammige Wasser zu sprudeln beginnt. Wenn der Druck besonders
groß ist, kann das Wasser auch fontänenartig aus dem Boden
heraustreten, wie das beispielsweise bei Geysiren der Fall ist. Das
Wasser-Dampf-Gemisch schießt dabei in regelmäßigen
Abständen pulsartig viele Meter in die Höhe. Die unterirdischen
Lagerstätten stehen unter Druck. Der Dampfanteil vermehrt sich
beim Aufsteigen durch Entspannen. |
| Man kann Nassdampffelder aber auch durch Anbohren erschließen.
In Island wird der Nassdampf zum Beispiel durch Rohrleitungen zu den
Städten geleitet und als Fernwärme zum Beheizen der Wohnungen
genutzt. Aus wirtschaftlichen Überlegungen nutzt man sowohl das
Wasser als auch den Wasserdampf. |
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Heißdampffelder sind frei von flüssigen Bestandteilen.
Sie liefern trockenen überhitzten Dampf mit Temperaturen zwischen
125 und 245 °C. Für die energetische Nutzung, vor allem zur
Stromerzeugung, sind derartige Vorkommen geothermischer Energie zurzeit
am bedeutendsten. |
Geokomprimierte Heißwassersysteme
Geokomprimierte Heißwassersysteme sind unter hohen Drücken
stehende unterirdische Heißwassersysteme. Sie treten nicht von
selbst an die Oberfläche und müssen angezapft werden. Wenn
sie an die Oberfläche treten, liefern sie heißes Wasser
und durch die Entspannung Dampf mit Temperaturen von 150 bis 200 °C. |
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| Häufig enthalten sie große Bestandteile
an Kohlenwasserstoffen. Aufgrund des hohen Druckes bieten sich solche
Vorkommen besonders zur Stromerzeugung an. |
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