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Island ist ein klassisches Beispiel für jungen
Vulkanismus auf dem Mittelozeanischen Rücken. Das Auseinanderweichen
zweier ozeanischer Platten bis zu 18 Zentimeter im Jahr lässt
immer wieder Risse in der Erdkruste aufbrechen. Damit verbundene Magmaaustritte
in geringe Tiefe und stetiger Vulkanismus sind die Ursachen für
die isländische Geothermie.
Im Zentrum Islands, im Bereich des Vulkanismus, liegen in 1 000 Meter
Tiefe Hochtemperaturfelder mit Wassertemperaturen bis 350 °C.
Niedrigtemperaturfelder finden sich auf der gesamten Insel, vor allem
aber im Südwesten und Osten am Rand der Vulkangebiete. Überall
stößt man auf heißes Wasser mit einer Temperatur
von etwa 150 °C in 1 000 Meter Tiefe. |
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Seit 1888 wird Erdwärme in Island zur Gebäudeheizung,
seit 1928 über ein ständig erweitertes Fernwärmenetz
zur Beheizung der Hauptstadt Reykjavik eingesetzt. Etwa 99 % der
isländischen Haushalte werden mit heißem Thermalwasser
versorgt. Die Gesamtproduktion lag 1981 bei 8 Millionen Kilojoule.
Dies entspricht 300 000 Tonnen Erdöl.
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