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Ende des 18. Jahrhunderts entdeckte der italienische Physiker Alessandro
Volta (1745-1827) nach einer Vielzahl von Untersuchungen und Experimenten,
dass nicht nur durch Reibungsvorgänge elektrische Energie erzeugt
werden kann. |
| Am 20. März 1800 beschrieb er in einem Brief an die Londoner
Royal Society seine neueste und zugleich bedeutendste Erfindung: die
"voltaische Säule", eine Batterie aus wechselweise
übereinander geschichteten Kupfer- und Zinkplatten, die durch
säuregetränkte Tuchfetzen voneinander getrennt waren. Es
war die erste brauchbare Elektrizitätsquelle, die einen stetig
fließenden Strom abgab, ein kleines Elektrizitätswerk.
Siebzig Jahre nach seinem Tod wurde Volta mit der wohl höchsten
Auszeichnung geehrt, die es für einen Physiker geben kann: Sein
Name wurde in den Rang einer physikalischen Maßeinheit erhoben. |
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| Voltas Erfindung löste einen enormen Entwicklungsschub aus.
Obwohl sich bereits viele Wissenschaftler mit der Erforschung der
Elektrizität beschäftigten, hatte noch niemand eine Gesetzmäßigkeit
entziffern können. |
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Der deutsche Physiker Georg Simon Ohm (1789-1854) war jedoch
davon überzeugt, dass es solche Gesetze gibt. Um sie zu erkennen,
so nahm er an, müsse man nur die elektrischen Ströme messen
können. Mit primitiven Mitteln baute er ein empfindliches Galvanometer
und registrierte sorgfältig alle Ausschläge des Instruments. |
In immer neuen Versuchsreihen mit Drähten unterschiedlicher
Länge und Dicke kam er dem Grundgesetz der Elektrizitätslehre
auf die Spur: Bei konstanter Spannung und Temperatur nimmt die Stromstärke
mit zunehmender Länge des Stromleiters ab, da der Draht dem elektrischen
Strom einen Widerstand entgegensetzt. In den Januartagen des Jahres
1821 formulierte Ohm das Gesetz, das bis heute seinen Namen trägt,
in Form einer einfachen Gleichung:
Spannung = Widerstand × Stromstärke (U = R × I).
Die Entwicklung der ersten Geräte des elektrischen Zeitalters
konnte beginnen. |
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