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Früher wie heute wird beim Leitungsbau möglichst umweltschonend
vorgegangen. Fundierung, Mastbau und die Montage des Leiterseiles
werden unter möglichster Schonung der beanspruchten landwirtschaftlichen
Flächen durchgeführt. Bei Waldquerungen werden die bestehenden
Schneisen bestmöglich genutzt. Flurschäden werden wieder
gutgemacht, indem der Boden rekultiviert wird. Sind Baumfällarbeiten
notwendig, wird wieder aufgeforstet. |
| Auf dem so genannten Trommelplatz wird mithilfe einer Seilzugmaschine
das auf Trommeln montierfertig gewickelte Seil hochgezogen. Mehrere
8er-Schleifen nebeneinander verhindern beim Auszug der Seile eine
Berührung mit dem Boden. Diese Methode verhindert eine Verschmutzung
und Beschädigung des Seils. Eine Oberflächenbeschädigung
würde bei Stromdurchgang eine Geräuschbelästigung verursachen.
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| Die Seile können in der Regel nur von Mast zu Abspannmast
gezogen werden. Wenn die Trommel leer ist, muss ein neues Seil angefügt
werden. Die Verbindung der Seile erfolgt mithilfe von Pressverbindern
und Alurohren. |
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| Die mechanische Beanspruchung der Leiterseile ist besonders im Winter
sehr groß. Der unbedingt erforderliche Mindestbodenabstand im
freien Gelände beträgt 8 m. Die Spannung der Seile darf
nicht zu hoch gewählt sein, damit die Seile nicht zu schwingen
beginnen. Die zumeist gewählte Ausgangszugspannung und die zugrunde
liegende Regelspannweite von 330 m bedingt bei einer Seiltemperatur
von 40 °C einen Durchhang von etwa 12,5 m. |
| Der für 380-kV-Leitungen verwendete Seiltyp ist in der Zweibündelausführung
in der Lage, eine Leistung von ca. 1 500 MVA pro Leitungssystem zu
übertragen. |
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Wenn Freileitungen im unwegsamen Gelände gebaut oder erneuert
werden, ist Luftunterstützung für die Baumannschaft
wichtig.
Um nicht unnötig Schneisen in die Wälder zu schlagen, werden
Leitungsseile von Hubschraubern aus gezogen. Im extremen Gelände
werden auch kleinere Masten oder ganze Mastbauteile an die jeweiligen
Baustandorte geflogen. |
| Freileitungsmaste aus Stahl müssen vor Korrosion (Rost)
geschützt werden. Die Ursachen der Korrosion sind chemische oder
elektrochemische Vorgänge. Die bei diesen Vorgängen entstehende
schwefelige Säure führt mit der Zeit zur vollständigen
Zerstörung der Stahlbauteile. |
Die Konservierung von Hochspannungsmasten konnte früher nur
am fertig aufgestellten Mast durchgeführt werden. Heute werden
die zuerst feuerverzinkten Maste bereits vom Hersteller im so genannten
Duplex-System oberflächenbeschichtet. Dadurch ergibt sich
eine Verdoppelung der Lebensdauer und eine wesentlich geringere Umweltbelastung,
da die Konservierung nicht mehr in freier Natur erfolgen muss.
Die gesamte Oberfläche der Metallteile eines Mastes beträgt
im Mittel etwa 800 m2, das ist etwa die Größe
eines Bauplatzes für ein Eigenheim. |
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