| |
| Hans Christian Ørsted (1777 bis 1851) entdeckte die
magnetische Wirkung des fließenden Stroms. Michael Faraday
(1791 bis 1867) erkannte die Bedeutung des magnetischen Wechselfeldes. |
|
Das magnetische Feld umgibt jede bewegte elektrische Ladung, also
jeden stromdurchflossenen Leiter. Die Feldstärke richtet
sich nach dem Stromfluss I und der Entfernung r vom
Leiter. Sie wird durch die magnetische Feldstärke H in
Ampere pro Meter (A/m) angegeben. Üblicherweise wird aber die
zu ihr in Luft proportionale magnetische Flussdichte B angegeben.
|
Da die Einheit der Flussdichte 1 Tesla eine sehr große
Einheit ist, wird meist von Milli- und Mikrotesla gesprochen, um magnetische
Felder zu charakterisieren, also von Tausendsteln und Millionsteln
dieser Einheit.
B = mo × H mo = Permeabilität des Vakuums
Mit H = 1 A/m ergibt sich B = 1,26 Mikrotesla
|
| Magnetische Felder entstehen nicht nur um elektrische Leitungen
und Geräte. Es gibt sie seit jeher auch in der natürlichen
Umgebung. Das von der Kompasswirkung her bekannte Erdmagnetfeld und
das bei Gewittern in Erscheinung tretende elektrische Feld sind die
vielleicht augenfälligsten Beispiele für natürliche
Felder, die seit jeher Bestandteil der Umwelt des Menschen sind. In
ihren Eigenschaften unterscheiden sie sich allerdings von den meisten
technischen Feldern. |
 |
| Das Erdmagnetfeld ist ein nahezu konstantes Gleichfeld.
Es ändert seine Stärke und Richtung nur geringfügig
in Abhängigkeit von Ort, Tages- und Jahreszeit. In Mitteleuropa
liegt seine durchschnittliche Feldstärke bei 36 A/m, entsprechend
einer Flussdichte von 45 Mikrotesla. |
|
Auch das "Polarlicht" bzw. "Südlicht"
in den Nord- und Südzonen der Erde ist ein magnetisches Phänomen.
Es ist eine Begleiterscheinung kosmischer Strahlung, deren elektrisch
geladene Teilchen nur in den Zonen um die erdmagnetischen Pole in
die Atmosphäre eindringen können und dort Atome und Moleküle
durch Ionisation zum Eigenleuchten anregen. |
| Bei starken Störungen des Erdmagnetfeldes durch so genannte
magnetische Stürme lässt sich das Polarlicht bis in den
Mittelmeerraum beobachten. |
|